Löcher für mehr Festplattenkapazität

10. August 2007, 09:02
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Schon seit einigen Jahren arbeitet Fujitsu an einem Verfahren namens "Patterned Media" bei dem durch eine Musterung der Datenträgeroberfläche mit winzigen Löchern, den sogenannten "Nanoholes", die Kapazität herkömmlicher Festplatten noch einmal deutlich gesteigert werden soll.

Schon seit einigen Jahren arbeitet Fujitsu an einem Verfahren namens "Patterned Media" bei dem durch eine Musterung der Datenträgeroberfläche mit winzigen Löchern, den sogenannten "Nanoholes", die Kapazität herkömmlicher Festplatten noch einmal deutlich gesteigert werden soll. Im Januar erklärte Fujitsu, dass es gelungen sei, eindimensional angeordnete Aluminiumoxid-Nano-Lochmuster mit einem Abstand von 25 Nanometern herzustellen und erklärte, dass mit diesen 25-nm-Löchern eine Kapazität von einem Terabit pro Quadratzoll Festplattenoberfläche erreicht werden könnte. Dies entspricht ungefähr dem Fünffachen der Kapazität, die durch die gegenwärtigen Herstellungverfahren erreicht werden kann, und würde zum Beispiel 2,5-Zoll-Festplatten mit rund 1,2 TB ermöglichen.
Nun hat Fujitsu bekannt gegeben, dass es vor kurzem auch gelungen sei, erstmals eine grosse Plattenfläche mit einem zweidimensionalen, „ideal angeordneten“ Lochmuster zu erzeugen (siehe Bild). Es sei zudem nachgewiesen worden, dass ein Schreib-/Lesekopf tatsächlich jedes einzelne dieser Nanolöcher auslesen und beschreiben könne. Damit ist die Technologie ihrer Realisierung ein grosses Stück nähergerückt . Wann Festplatten dieser Art auf den Markt kommen, bleibt aber weiterhin unbekannt – mindestens zwei bis drei Jahre dürfte es noch dauern. (Hans Jörg Maron)

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