"Löchrige Pipeline": Frauen in Schweizer Wissenschaft und Forschung weiterhin stark untervertreten.

15. Mai 2006, 10:21
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"Verschwendung von Kompetenzen und Wissen"

"Verschwendung von Kompetenzen und Wissen"
Mehr als die Hälfte aller StudienanfängerInnen in der Schweiz sind Frauen und es gibt auch mehr Frauen als Männer, die ihr Studium abschliessen. Doch je höher die Hierarchiestufe in Wissenschaft und Forschung desto seltener sind Frauen anzutreffen. So nehmen Frauen gemäss dem Bundesamt für Statistik weniger als ein Fünftel der Spitzenstellen in der Forschung ein. Man nennt das Phänomen, dass Frauen im Verlauf einer akademischen Karriere eher ausscheiden als Männer, "leaky pipeline" (löchrige Pipeline).
Entgegen allen Vorurteilen sind Frauen in Südeuropa (Portugal, Spanien, Italien) und in der Türkei in der Wissenschaft besser vertreten als in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Holland. Geht es um den Frauenanteil bei der Vergabe von Doktortiteln, belegt die Schweiz im europaweiten Vergleich gar den letzten Rang.
Frauen hätten nach dem Hochschulabschluss während ihrer beruflichen Laufbahn verschiedene Hürden zu überwinden, was zu einer grossen Verschwendung von von Kompetenzen führe, schreibt das Bundesamt für Statistik in einer Mitteilung von heute.
Die Schweiz beteiligt sich an einem Programm der Europäischen Kommission, das die Gleichstellung der Frau in Wissenschaft und Technologie fördern und monitoren will. Im Rahmen dieses Programms erhebt die Helsinkigruppe "Frauen und Wissenschaft" europaweit vergleichbare Zahlen. Wer diese genauer anschauen will, kann dies auf der Website "Women & Science" der Europäischen Kommission tun. (hc)

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