Löchrige Smart-Home-Devices werden zum Security-Business

26. Februar 2018, 14:39
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Um trotz prophezeitem Boom des Internet der Dinge (IoT) in der vernetzten Welt sicher leben und arbeiten zu können, hat der Sicherheitsspezialist Avast soeben eine sogenannte Smart-Life-Plattform vorgestellt.

Um trotz prophezeitem Boom des Internet der Dinge (IoT) in der vernetzten Welt sicher leben und arbeiten zu können, hat der Sicherheitsspezialist Avast soeben eine sogenannte Smart-Life-Plattform vorgestellt. Nach eigenen Angaben habe man am Mobile World Congress in Barcelona gezeigt, wie das Problem ungeschützter IoT-Geräte gelöst werde. Die Plattform nutze künstlicher Intelligenz und soll Service-Providern wie Privatkunden im SaaS-Modell zur Verfügung stehen.
Zur Notwendigkeit des Angebots heisst es, derzeit seien "tatsächlich" viele smarte Geräte angreifbar. Verwiesen wird unter anderem auf Thermostate, Streaming-Boxen, Webcams und digitale persönliche Assistenten. So würde es laut Avast bei Cyberkriminellen immer beliebter, IoT-Geräte argloser Haushalte zu hacken, um damit Botnetze zu schaffen, mit denen sich dann weitere Cyberattacken durchführen lassen.
Als erstes Angebot der Smart-Life-Plattform wird denn auch Avast Smart Home Security genannt. Dessen zentrale Funktionen adressiere die Erkennung von Bedrohungen der Privatsphäre, von Botnetzen und Malware, das sichere Surfen und den Schutz vor DDoS-Attacken. Würde etwa ein intelligentes Thermostat zu einer ungewöhnlichen Zeit angeschaltet und sende viele Daten in ein unbekanntes Land, so würde unmittelbar reagiert. Die Attacke werde abgewehrt und der Besitzer über den verdächtigen Vorgang informiert, beschreibt Avast den Rückgriff auf die Plattform.
Künftig soll bei Attacken auch der Internetzugang unterbrochen werden können und Avast will weitere Content-Filter verfügbar machen. Noch in diesem Jahr soll Smart Home Security per App zur Verfügung stehen. Diese werde über einen Hub mit jedem Router kompatibel, wird versprochen.
Vernetzte TVs sichern
In gleichen Umfeld wie Avast bewegt sich auch ein neues Angebot des Security-Herstellers Eset. Auch dort wünscht man sich, dass die Nutzer "darüber nachdenken, ihre smarten Haushaltsgeräte ebenso abzusichern wie ihre Laptops, Tablets und Smartphones". Das konkrete Angebot heisst Smart TV Security. Es adressiert also speziell smarte Fernseher, von denen laut Eset bis Ende 2018 schon über 750 Millionen überall auf der Welt flimmern sollen. Die mit dem Internet verbundenen Geräte würden mit ihren Mikrofonen, Kameras und USB-Anschlüssen für Cyberkriminelle ein immer interessanteres Ziel von Malware-Angriffen.
Und genau davor schütze die Eset-Lösung vernetzte TVs wie andere Geräte mit dem Android TV-Betriebssystem, heisst es in einer Mitteilung.
Neben Antivirus Protection zum Schutz vor Android-Malware umfasst das Angebot auch Anti-Ransomware, um Bildschirmsperren zu bekämpfen. Weiter soll via Multi-Device-Scanning die Überprüfung aller per USB ans TV angeschlossenen Geräte möglich sein. Schliesslich wird noch die Anti-Phishing-Funktion genannt, die vor dem Diebstahl sensibler Daten schützen soll.
Eset Smart TV Security soll sich per Google Play direkt über das Fernsehgerät herunterladen lassen. Weiter heisst es, dass die so erworbene Lizenz für fünf Geräte mit demselben Google-Account gelte und ausser für TVs auch auf Smartphone und Tablets mit Android genutzt werden könne.
Weder Avast noch Eset machten Angaben zum Preis ihrer Angebote. (vri)

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