Logitech und Swisscom gelten als innovativ

18. Juli 2017, 12:33
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Eine Befragung unter Managern sollte zeigen, welche Schweizer Unternehmen als innovativ wahrgenommen werden.

Eine Befragung unter Managern sollte zeigen, welche Schweizer Unternehmen als innovativ wahrgenommen werden.
Welche Schweizer Unternehmen werden als innovativ wahrgenommen? Dieser Frage gingen das Center for Innovation der Universität St.Gallen, htp St.Gallen, die DHBW Karlsruhe und Scholz & Friends Schweiz nun zum dritten Mal nach.
Im Führungstrio befinden sich Firmen aus dem IT-Umfeld. Hinter Roche liegt Logitech auf Platz zwei und den dritten Rang belegt Swisscom. In der Studie von 2012 wurden die Spitzenplätze von Swatch, Nestlé und Novartis belegt. Das Ranking sei aber seit 2009 insgesamt relativ stabil.
Innovativität sei ein nachhaltiges und langfristig zu verfolgendes Ziel. Auch 2017 werde bestätigt, dass "diejenigen Unternehmen, die Innovativität als dauerhaften Prozess begreifen und das ganze Unternehmen daran ausgerichtet haben, als am innovativsten bewertet werden", so Mitautorin Silke Lennerts von der DBHW in Karlsruhe in einer Mitteilung. Während es in den vergangenen Rankings noch einige KMU unter die Top-15 schafften, wird das aktuelle Ranking von Grossunternehmen und Konzernen angeführt.
Digitalisierung und Mobilität als Schlüsselfaktoren
Pharma- und IT- werden als innovativer wahrgenommen als Konsum- und Luxusgüter, so ein Fazit aus der Befragung von rund 520 Führungskräften in der Schweiz. Wie auch bei den internationalen Rankings besitzt die Digitalisierung einen prägenden Einfluss auf das Schweizer Ranking.
Logitech und Swisscom sind mit den Plätzen zwei und drei in der Gesamtbewertung die Aufsteiger. In der Kategorie "IT/Telekommunikation" belegen die beiden Firmen die ersten zwei Plätze gefolgt von U-Blox auf Platz drei.
Logitech habe es geschafft, sich neu zu erfinden und die digitale Transformation für sich zu nutzen: Der Hersteller bringt kontinuierlich neue Peripheriegeräte hervor, die Nutzer dabei unterstützten, "einen leichteren Zugang zur digitalen Welt zu finden", heisst es in der Studie. Swisscom sei mit innovativen Produkten und Dienstleistungen nicht nur Begleiter in eine vernetzte Welt, sondern treibe die digitale Transformation in der Schweiz voran.
Neben der Digitalisierung präge auch das Thema Mobilität das Schweizer Ranking. Neu eingestiegen in die Bewertung sind die Schweizerische Post auf Platz elf und die SBB auf Rang 15. Die Post wird vor allem aufgrund der Dienstleistungen und Geschäftsprozesse als innovativ bewertet, heisst es. Insbesondere Themen wie der Shuttle-Service mit den autonomen Bussen durch ihre Dienstleistungen, Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit als innovativ angesehen. Positiv bewertet werden etwa die neue SBB-App oder die Fertigstellung des längsten Eisenbahntunnels der Welt.
Innovativität lockt Kunden an
Faktisch gehöre die Schweiz zu den innovativsten Ländern, wie etwa aus dem Global-Innovation-Indexes hervorgehe. Doch gebe es einen Unterschied zwischen der tatsächlichen Innovationstätigkeit und der wahrgenommenen Innovativität. Letztere aber spiele für den Erfolg eines Unternehmens eine grosse Rolle, wie zahlreiche Studien belegen würden. Von besonderer Bedeutung ist die wahrgenommene Innovativität eines Unternehmens für die Kaufabsicht der Kunden, für die Rekrutierung und Loyalität von Mitarbeitern, oder um Investoren anzuziehen, schreiben die Studienautoren.
Die vollständige Studie kann kostenlos per E-Mail bestellt werden. (kjo)

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