Lohn bei Neuein­stellungen in der ICT hat markant zugenommen

11. September 2018, 13:52
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Die Durchschnittslöhne in ICT-Berufen sind laut Erhebung von SwissICT gleichgeblieben wie im Vorjahr. Damit hat der Reallohn etwas nachgegeben.

Die Durchschnittslöhne in ICT-Berufen sind laut Erhebung von SwissICT gleichgeblieben wie im Vorjahr. Damit hat der Reallohn etwas nachgegeben.
ICT-Berufsleute seien sehr gefragt und die Löhne im Berufsfeld konstant hoch geblieben, teilt SwissICT im Rahmen der Studie "Saläre der ICT 2018" mit. Demnach beträgt das Durchschnittssalär gleich viel wie im letzten Jahr, nämlich 123'000 Franken. Die Teuerung betrug im letzten Jahr laut Bundesamt für Statistik derweil 0,8 Prozent. Das bedeutet, dass der Reallohn der ICT-Profis leicht gesunken ist, was einer generellen Tendenz der Löhne in der Schweiz 2017 entspricht.
Gestiegen sei aber der Durchschnittslohn bei Neueinstellungen und zwar um 4400 Franken auf nun 115'000 Franken. Diese Entwicklung lässt sich vermutlich mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt erklären: Neue Angestellte werden aufgrund der grossen Nachfrage bereits mit verhältnismässig hohen Löhnen angelockt.
Die letztgenannte Zahl darf man allerdings nicht mit den Einstiegssalären verwechseln – also damit, was Neueinsteiger nach der Ausbildung verdienen. Hier bewegen sich die Löhne je nach Bildungsabschluss im Mittel zwischen 60'000 und etwas über 87'000 Franken.
Starke Abweichungen innerhalb desselben Stellenprofils
Die Studie sei ein unverzichtbares Werkzeug. "Es bringt Transparenz in einem wichtigen Thema, dem Lohn, und leistet wertvolle Dienste bei der Festlegung des eigenen Salärsystems, bei der Budgetierung sowie bei Lohnverhandlungen", lässt sich SwissICT-Geschäftsführer Christian Hunziker in einer Mitteilung zitieren. Allerdings ist dies etwas zu relativieren. Denn welcher Lohn für welches Stellenprofil angemessen sei, sei keineswegs klar, so der Fachverband. Innerhalb vergleichbarer Funktionen gebe es teilweise markante Unterschiede.
Ein "Senior"-Projektleiter etwa verdient in der Schweiz jährlich zwischen 120'000 (Durchschnitt der untersten 25 Prozent) und 137'700 Franken (oberster Viertel). Das ist eine Differenz von fast 1500 Franken auf den Monat gerechnet und damit etwas weniger als noch letztes Jahr. Bei den "Senior"-Applikationsentwickler ist die Differenz grösser geworden. Hier beträgt sie 24'000 Franken also 2000 Franken pro Monat. Noch drastischer zeigen sich die Unterschiede bei den Top-Spezialisten: So sind die Abweichungen bei den sogenannten "Senior-Expert"- Applikationsentwickler satte 48'500 Franken im Jahr.
Abweichungen gibt es natürlich auch nach Alter, Geschlecht und Erfahrung sowie nach der geographischen Region.
Die Salärstudie ist eine repräsentative Erhebung, die dieses Jahr rund 30'000 Nennungen von aktuellen ICT-Löhnen umfasst. Ausgewertet wurden die Löhne auf Basis des Berufe-Buchs "Berufe der ICT", womit 46 Berufe erfasst worden sind.
Die Löhne in der Studie umfassen regelmässige Einkommensbestandteile wie Jahresendzulagen, 13. Monatslohn, Teuerungs-, Markt- oder Funktionszulagen. Nicht inbegriffen sind Zulagen für Nacht-, Schicht- oder Pikettarbeit, Familien-, Kinder- oder Weiterbildungszulagen sowie Spesen und Vergünstigungen. (ts)

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