Lohnerhöhung soll Selbstmordserie bei Foxconn stoppen

28. Mai 2010, 11:31
image

Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn will seinen rund 800'000 Mitarbeitern in China rund 20 Prozent mehr Lohn bezahlen.

Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn will seinen rund 800'000 Mitarbeitern in China rund 20 Prozent mehr Lohn bezahlen. Damit will der Konzern die Suizidreihe unter den Mitarbeitern stoppen. Die Lohnerhöhung gilt allerdings nicht generell. Die Erhöhung werde je nach Standort unterschiedlich hoch ausfallen, soll im Durchschnitt aber 20 Prozent betragen, lässt sich Edmund Ding, Vice President der Foxconn-Muttergesellschaft Hon Hai Precision Industry, von der britischen 'Financial Times' zitieren. Im laufenden Jahr haben sich bereits zehn Mitarbeitende von Foxconn, das für Amazon, Apple, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo und Sony produziert, das Leben genommen, bei weiteren drei ist es beim Versuch geblieben.
Mit der Lohnerhöhung bleibt Foxconn jedoch weit unter den Forderungen von Organisationen, die sich in China für die Rechte der Arbeiter einsetzen. Diese forderten gemäss Presseberichten eine Erhöhung der Saläre um 50 Prozent. Gemäss der Zeitung 'South China Morning Post' verdienen Arbeiter in der Fabrik Longhua von Foxconn rund 900 Yuan (106 Euro) monatlich. Inklusive der Überstunden, die jedoch von der Firmenleitung vorgeschrieben werden, würden die Mitarbeiter mit Zwölf-Stunden-Schichten und einer Sechs-Tage-Woche auf rund 235 Euro im Monat kommen. (bt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Deutsche Telekom wird T-Systems nicht los

Die Verhandlungen zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte sind laut einem Medienbericht gescheitert.

publiziert am 22.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

Nach Angriff warnt Revolut vor Phishing-Kampagne

Bei einem Cyberangriff auf das Fintech-Unternehmen sollen sich Hacker Zugang zu zehntausenden Kundendaten verschafft haben. Revolut bestätigt den Abfluss von Daten.

publiziert am 22.9.2022
image

UK-Behörde untersucht Cloud-Dienste von Microsoft, Amazon und Google

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will die Marktposition der US-Hyperscaler untersuchen und herausfinden, ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

publiziert am 22.9.2022