Lufthansa lagert IT an IBM aus

22. Oktober 2014, 10:01
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Die grösste europäische Fluggesellschaft will einen RZ-Servicevertrag über sieben Jahre abschliessen.

Die grösste europäische Fluggesellschaft will einen RZ-Servicevertrag über sieben Jahre abschliessen.
Lufthansa reagiert auf den Kostendruck und lagert ihre Informatik aus. Die Rechenzentren würden an IBM verkauft, teilte Europas grösste Fluggesellschaft am Mittwoch mit.
Nach dem aktuellem Verhandlungsstand wolle IBM rund 1400 Mitarbeiter der Lufthansa übernehmen. Weitere 2800 Mitarbeiter sollen künftig in zwei eigenständigen Unternehmen innerhalb des Lufthansa-Konzerns ihre Aufgaben erfüllen.
Für die Rechenzentren will die Lufthansa mit IBM einen Servicevertrag über sieben Jahre schliessen und damit jährlich im Schnitt rund 70 Millionen Euro einsparen.
Bis Ende 2015
Der Umbau drückt allerdings auf den Gewinn: Eine Belastung von rund 240 Millionen Euro vor Steuern werde im laufenden Jahr das Nettoergebnis belasten. Den Verkauf der Sparte will die Lufthansa Ende März 2015 abschliessen.
An der Börse trieb die Aussicht auf die Einsparungen den Lufthansa-Aktienkurs am Mittwoch nach oben. Die Papiere legten am Mittwochmorgen bis zu 3 Prozent an Wert zu.
Für die Lufthansa-Tochter Swiss ändert sich derweil nichts, wie Mediensprecherin Karin Müller auf Anfrage erklärte. Die Fluggesellschaft betreibe eine eigene IT-Abteilung, die unter anderem auch Dienstleistungen von Lufthansa Systems beziehungsweise künftig eben von IBM beziehe. Eine Abspaltung der Abteilung sei nicht geplant. (sda/lvb)

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