LUKB macht die Crowd zum Anlageberater

20. April 2016, 15:03
  • fintech
  • ti&m
image

Die Luzerner Kantonalbank lanciert mit "Crowders" eine Crowdvoting-Plattform, die in Zusammenarbeit mit dem Zürcher IT-Dienstleister und Software-Hersteller ti&m entwickelt wurde.

Die Luzerner Kantonalbank lanciert mit "Crowders" eine Crowdvoting-Plattform, die in Zusammenarbeit mit dem Zürcher IT-Dienstleister und Software-Hersteller ti&m entwickelt wurde. Diese nutzt das Prinzip der Schwarmintelligenz, wie die Bank mitteilt. Die Internet-Community, prognostiziert die Entwicklung von Aktien aus dem Swiss Leader Index "(SLI). Nutzer können jede der 30 Aktien des SLI positv, negativ oder neutral einstufen. Die Performance der Crowd wird monatlich mit der tatsächlichen Marktentwicklung verglichen. Im Sommer 2016 folgt schliesslich ein Anlagefond, der die Einschätzungen der Crowders für die Gewichtung der SLT-Titel im Fonds miteinbezieht.
Hinter der Crowdvoting-Plattform steckt die Idee, dass das gemeinsame Wissen und die Erfahrung von vielen, die Expertise von einigen wenigen ersetzen kann. Die Frage, ob die Crowd in Anlagefragen besser abschneidet als Experten, wird in der Schweiz auch von Crowdinvest getestet. Hier werden die Meinungen von Nicht-Finanzexperten gesammelt und in eine kollektive Anlagemeinung zusammengefasst. Diese wird in ein virtuelles Portfolio überführt, das wiederum mit einem von Experten zusammengestellten Portfolio verglichen wird. Im laufenden Jahr beträgt der Gesamtvorsprung der Crowd laut Crowdinvest bereits über 2,5 Prozent. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Schweizer Fintech sammelt knapp 9 Millionen Franken

Das Zürcher Startup Amnis, Anbieter einer Banking-Software, hat eine Finanzierungsrunde über 8,6 Millionen Franken abgeschlossen.

publiziert am 15.6.2022
image

Twint wird präsenter in Deutschland und Österreich

Sogar über den DACH-Raum hinaus soll die Bezahlmethode besser nutzbar werden, erhofft sich die Vereinigung EMPSA.

publiziert am 10.6.2022
image

Klarna streicht jede zehnte Stelle

Das schwedische Startup ist Europas wertvollstes Fintech. Nun aber sollen rund 700 Angestellte ihren Job verlieren. Update: Auch Schweiz soll betroffen sein.

aktualisiert am 1.6.2022
image

UBS baut ihr digitales Angebot aus

Mit der rein digitalen Sortimentslinie Key4 will die Grossbank vor allem Neukunden gewinnen. Man fahre aber keine Neobanken-Strategie.

publiziert am 19.5.2022