Lukratives Outsourcing der SBB: Wer macht das Rennen?

20. Juni 2014, 14:45
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Atos, Swisscom, IBM, CSC und T-Systems bringen sich in Position.

Atos, Swisscom, IBM, CSC und T-Systems bringen sich in Position.
Vor vier Jahren hat die SBB ihren Desktop-Outsourcing-Vertrag für 150 Millionen Franken mit Swisscom verlängert. Dieses Abkommen läuft 2016 aus und nun bringen sich diverse IT-Dienstleister in Position. Bei der SBB läuft derzeit ein mehrstufiges Ausschreibungsverfahren, in welchem Teilnehmer in einer ersten Phase eingeladen wurden, sich für die Ausschreibung zu bewerben.
Im Rahmen des Projekts Workplace 2016 hat die SBB in den letzen Wochen zwei Ausschreibungen durchgeführt. Bereits im Februar hatte die SBB die erste Tranche ausgeschrieben: Damals ging es um die klassische Betreuung von PCs, Server Based Computing Farm (bis anhin Citrix), Filer-Dienste und den Betrieb von dedizierten Systemen. Im April wurden dafür vier mögliche Outsourcer ausgewählt: Swisscom, CSC, T-Systems und Atos.
Mit dem zweiten Teil - "Virtual Infrastructure & Application Services" (VIAS) - ermittelt die SBB den künftigen Betreiber eines Infrastructure Service (IaaS) für Computing- und-Storage Leistungen, sowie den Betrieb von Datenbanken, Middleware und Applikationen auf dieser Plattform. Inhalt der Ausschreibung ist zudem die Überführung von bestehenden dedizierten oder bereits auf anderen Plattformen virtualisierten Systemen. Hier haben sich Swisscom, IBM, CSC und T-Systems in Position gebracht.
Swisscom im Nachteil
Der IT-Chef der SBB, Peter Kummer, hatte Anfang 2012 im Gespräch mit inside-it.ch deutlich gemacht.
Dass der Staatsbetrieb SBB Druck auf den Ex-Monopolisten Swisscom ausübt, war im Sommer 2012 Thema einer Fragestunde im Nationalrat. Bundesrätin Doris Leuthard sah sich veranlasst, zu betonen, dass die SBB weder von Swisscom noch von anderen Anbietern die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland fordere, vielmehr werde die SBB "dem gesamthaft besten Angebot den Zuschlag erteilen."
Im Gegensatz zu Swisscom verfügen die anderen vier Outsourcer allerdings über namhafte Präsenzen im nahen und fernen Ausland. Sie können so ihre Kosten tief halten und Standard-Dienstleistungen wie die Lieferung von Computern günstiger anbieten. In den Ausschreibungen heisst es, die SBB habe sich zum Ziel gesetzt, mit Anbietern zusammen zu arbeiten, welche "möglichst auf standardisierte Leistungen und Services (im Stile eines Baukastensystems) zurückgreifen können." (Maurizio Minetti)

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