Luzern plant ein "Haus der Informatik"

9. Dezember 2009, 10:58
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Zentralisierung verschiedener IT-Dienste in Littau. Kantonsparlament soll einem Sonderkredit in Höhe von insgesamt 7 Millionen Franken zustimmen.

Zentralisierung verschiedener IT-Dienste in Littau. Kantonsparlament soll einem Sonderkredit in Höhe von insgesamt 7 Millionen Franken zustimmen.
In Luzern soll nächstes Jahr ein "Haus der Informatik" entstehen. Das 2004 erstellte Gemeindehaus in Littau werde ab 1. Januar 2010 aufgrund der Fusion mit Luzern nicht mehr benötigt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern. Der Kanton Luzern plant deshalb, gemeinsam mit der Stadt Luzern und der Interessengemeinschaft Gemeindeinformatik, dort das "Haus der Informatik" zu realisieren. Der Kanton will damit vor allem Synergien nutzen.
Drei IT-Dienstleister sollen sich einmieten: Die Dienststelle Informatik des Kantons Luzern (DIIN), die Informatikabteilung der Stadt Luzern (PIT) und die Interessengemeinschaft Gemeindeinformatik (IGGI). Die drei Organisationen sollen nach wie vor eigenständig bleiben. Wie der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann auf Anfrage sagt, ist zurzeit eine Fusion der diversen IT-Stellen nicht geplant. Langfristig könne dies aber eine Option sein. Bei DIIN arbeiten momentan um die 75 Personen, hinzu kommen zirka 25 aus der Stadt Luzern und eine unbekannte Zahl von IT-Fachleuten aus Littau und anderen Gemeinden.
Von den 3'796 Quadratmetern Nutzungsfläche des Gemeindehauses Littau benötigt der Kanton Luzern für Büroräume 1'580 Quadratmeter. Die Kosten pro Quadratmeter werden mit 200 Franken angegeben. Auf 530'866 Franken belaufen sich die jährlich wiederkehrenden Aufwendungen für Miet-, Neben- und Betriebskosten.
7-Millionen-Kredit
Gemäss Schwerzmann ist zurzeit geplant, den Umzug per Mitte 2010 umzusetzen. Zuerst muss aber noch das Kantonsparlament zustimmen. Zur Debatte steht ein Sonderkredit in der Höhe von 5,3 Millionen Franken für die Miete, einschliesslich Neben- und Betriebskosten, aufgerechnet für eine Dauer von zehn Jahren. Ferner wird ein Kredit von 1,7 Millionen Franken für einmalige Investitionen wie Informatik- und Telefonkosten, diverse Ausstattungen und Umzugskosten beantragt. Entschieden wird darüber in der Januar-Session. Das Dekret unterliegt darüber hinaus dem fakultativen Referendum. (Maurizio Minetti)
(Foto: Das künftige "Haus der Informatik" in Littau)

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