Luzern will Abstimmungs-Software ablösen

28. September 2021, 07:34
  • schweiz
  • behörde
  • e-government
image

Am Wochenende testete der Kanton Luzern eine neue Abstimmungs-Software. Ob sie beim nächsten Urnengang final zum Einsatz kommt, ist indes noch nicht sicher.

Bei den Abstimmungen zur "Ehe für alle" und zur "99%-Initiative" kam am Wochenende in Luzern eine neue Abstimmungs-Software zum Einsatz – parallel zur alten.
"Der Test der neuen Abstimmungsapplikation 'Sesamvote' verlief sehr gut", sagt Guido Meyer von der Abteilung Gemeinden beim Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) zu inside-it.ch. Es habe keine technischen Schwierigkeiten mit der neuen Software gegeben, weder bei den Gemeinden noch beim Kanton. Und auch die Rückmeldungen aus den Gemeinden waren allesamt positiv gewesen, so Meyer.

Zeitpunkt der definitiven Migration noch offen

Ob die neue Software bei den nächsten Abstimmungen final zum Einsatz kommt, ist noch unklar. "Wir sind zusammen mit der Entwicklerfirma Sesam aus Uster ZH daran, die noch ausstehenden Arbeiten zu erledigen. Ob die Zeit ausreicht, werden wir sehen", erklärt Guido Meyer.
Sesam hat die Modernisierung getrieben, da die Vorgängerversion im Kanton Luzern im Jahr 1998 erstmals eingesetzt worden ist und trotz Anpassungen und Updates seitdem im Grunde dieselbe geblieben ist.

Kanton Luzern beteiligt sich an Weiterentwicklung

Die Weiterentwicklung der Software soll mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bringen. 'Sesamvote' ist neu webbasiert statt lokal installiert, aber nicht über das öffentliche Internet erreichbar. Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 20'000 Franken an der Entwicklung der neuen Software-Version und bezahlt jährlich 4000 Franken für den Betrieb.
Noch im Frühling stand 'Sesam' in der Kritik, unter anderem weil das Standardpasswort des Systems 'Wahlen' lautete. 'Sesamvote' wird in den Kantonen Graubünden, Glarus, Uri, Baselland, Basel-Stadt, Luzern, Schaffhausen, Nidwalden und Obwalden eingesetzt. 

Loading

Mehr zum Thema

image

Bundesgericht befasst sich mit der Public-Cloud-Vergabe

Die Beschwerde einer Privatperson gegen den Grossauftrag des Bundes an 5 Hyperscaler geht nach einer Rüge des Bundesgerichts zurück ans Verwaltungsgericht. Gefordert wird der vorläufige Abbruch des Projekts.

publiziert am 15.8.2022
image

SwissID-Zwang bei der Post kommt früher

Statt erst 2023 zwingt die Post die Kundinnen und Kunden früher zum Umstieg auf die SwissID – spätestens in einer Woche ist es so weit.

publiziert am 15.8.2022 2
image

Reisende im ÖV sollen getrackt werden

Mit einer App und Beacons in den Fahrzeugen sollen die Reisewege von Kundinnen und -Kunden metergenau aufgezeichnet werden.

publiziert am 15.8.2022
image

Glarus hoch3 ist bald Geschichte – die Migration läuft schon

Die Tage der IT-Firma der Glarner Gemeinden sind gezählt, sie wird auf Anfang 2023 in der kantonalen Informatik aufgehen. Entlassungen gibt es nicht.

publiziert am 12.8.2022