Macht Google IBMs Power-CPUs salonfähig?

29. April 2014, 13:11
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Google baut Testserver mit Power-CPUs. Wenn Google vorangeht und Power-Server in seinen RZs einsetzt, könnten bald andere Internetriesen und Serverhersteller folgen.

Google baut Testserver mit Power-CPUs. Wenn Google vorangeht und Power-Server in seinen RZs einsetzt, könnten bald andere Internetriesen und Serverhersteller folgen.
Die Entscheidung IBMs, hat der Internetriese ein eigenes Server-Motherboard mit den neuen Power8-CPUs gebaut. MacKean ist Senior Director bei Google und gleichzeitig Vorsitzender der OpenPower Foundation, die es Drittunternehmen erleichtern soll, Power-CPUs für eigene Designs zu verwenden.
Wie MacKean erklärt, hat Google die eigenen Power-Server dazu verwendet, um seinen Software-Stack mit Power-CPUs kompatibel zu machen. Das sei, so MacKean, wesentlich leichter gewesen, als man zuerst gedacht hätte. Auf der Power-Plattform sollen nun detaillierte Performancetests unter realen Bedingungen durchgeführt werden.
Ob, und wenn ja in welchem Ausmass Google in Zukunft Power-basierte Server einsetzen wird, steht noch in den Sternen. Dies dürfte vor allem davon abhängen, ob Power-Server Google einen Preis-Leistungs-Vorteil gegenüber den mit Intel-CPUs bestückten Servern bieten, die der Suchmaschieneriese bisher fast ausschliesslich verwendet. Zudem könnte es für Google schon nützlich sein, mit den Power-CPUs eine neue Alternative in der Hinterhand zu haben, um den Hauptlieferanten Intel bei Preisverhandlungen unter Druck zu setzen.
Ganz neue Konkurrenz für Intel?
Google assembliert seine Server selbst und ist wahrscheinlich der verlockendste Einzelkunde für CPU-Hersteller, den es weltweit gibt. Wenn Google in Zukunft auch nur einige Prozent seiner Server mit Power-CPUs bestücken würde, dürfte das für IBM viele Millionen Dollar Zusatzumsatz bedeuten. Wenn Google auf einmal Power-CPUs verwendet, könnte dies zudem auch andere Internetriesen wie Facebook, Microsoft und Co. und wohl auch viele Serverhersteller dazu bewegen, sich die IBM-Chips näher anzusehen.
Wieviel Google genau für Server beziehungsweise CPUs ausgibt, ist nicht bekannt. Aber nach den letzten beiden Quartalsberichten hat der Suchmaschinenriese in den letzten sechs Monaten allein rund 4,5 Milliarden Dollar für Investitionen aufgewendet. Darin sind zwar auch Investitionen für Bürogebäude und vieles mehr inbegriffen, aber der grösste Teil dürfte für Rechenzentren ausgegeben werden, und davon wiederum der grösste Teil für Server. (hjm)

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