"Machtlosigkeit" der IT-Abteilung als Sicherheitsproblem

10. November 2006, 14:57
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Wer darf Telearbeiter kontrollieren?

Wer darf Telearbeiter kontrollieren?
Wer darf Telearbeiter kontrollieren?
Heimarbeit am Computer kann für den Arbeitgeber Risiken bergen. Denn die Kontrolle darüber, ob der PC des Teleworkers mit Passwort-auspähenden Key-Loggern und anderem Ungeziefer verseucht ist, ist für die IT-Abteilung des Arbeitgebers schwierig.
Noch problematischer werden die Security-Aspekte von Telearbeit dadurch, dass viele Heimarbeiter offenbar ihre direkten Vorgesetzten eher für zuständig halten als die IT-Abteilung. Dies ist zumindest die Aussage einer Studie, die im Auftrag von Cisco weltweit durchgeführt wurde. Immerhin ein Drittel der befragten Teleworker in Deutschland und Japan (aus der Schweiz sind leider keine Angaben erhältlich) halten ihre Vorgesetzten dafür zuständig, die Einhaltung von Sicherheitsregeln zu kontrollieren. 17 % der Umfrageteilnehmer glauben sogar, dass weder ihre Bosse noch die EDV-Abteilung die Nutzung IT-Infrastruktur an ihrem Heimarbeitsplatz kontrollieren sollten.
Dies ist problematisch, weil Teleworker offenbar kein sehr hohes Sicherheitsbewusstsein haben. So werden ungeschützte drahtlose Netzwerke benutzt oder Mails von unbekannten Absendern geöffnet.
Cisco schliesst aus der Umfrage auf einen Machtkampf zwischen Managern in Verkauf, Marketing und Buchhaltung und den internen IT-Abteilungen. Die Chefs der Teleworker würden als Konkurrenz zur IT angesehen, was deren Autorität schädigen würde. (Christoph Hugenschmidt)

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