"Magellan"-Debakel: SIX schreibt 10 Millionen ab

28. August 2013, 13:49
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Es passiert nicht nur beim Bund: Ende Mai musste der grosse Bankendienstleister SIX das Projekt "Magellan" stoppen.

Es passiert nicht nur beim Bund: Ende Mai musste der grosse Bankendienstleister SIX das Projekt "Magellan" stoppen. Bereits im Februar hatte die 'SonntagsZeitung' von Problemen bei dem Projekt berichtet, das angeblich über vier Jahre laufen und etwa 100 Millionen Franken kosten sollte. Man wollte mit dem Projekt, das 2010 gestartet worden ist, die IT-Infrastruktur der Division Financial Information erneuern. Im Juni nahm der langjährige Chef der Division, Thomas Gross, den Hut.
Mit der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Halbjahr 2013 wird nun auch klar, was das Debakel gekostet hat: Mindestens 22,4 Millionen Franken. Im ersten Halbjahr 2013 mussten 9,6 Millionen Franken Wertminderung abgeschrieben werden. Dazu kommen weitere 12,8 Millionen Franken, die gemäss 'NZZ' bereits 2012 abgeschrieben worden sind.
SIX wird Software-Entwicklung und Betrieb der Infrastruktur bekanntlich in einer eigenständigen Division unter Robert Bornträger zusammenfassen. (hc)

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