Makler-Plattform für Immobilien-, Kunst- und Luxusinvestments gestartet

10. Februar 2016 um 15:41
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In Zürich hat Azar Douglas im letzten November mit der WealthInitiative AG ein weiteres Fintech-Startup gestartet.

In Zürich hat Azar Douglas im letzten November mit der WealthInitiative AG ein weiteres Fintech-Startup gestartet. Wobei der im Wealth Management der Liechtensteinischen Landesbank arbeitende Douglas mit dem Begriff "Fintech" die Möglichkeit meint, Privatbanken und Vermögensverwaltern "Wettbewerbsvorteile" zu verschaffen. Ausdrücklich gehe es seinem Startup nicht um "disruptive Ideen", die etwa das Geschäftsmodell der klassischen Vermögensverwaltung sprengen wollen, wie er in einer Mitteilung festhält.
Der inzwischen verfügbare Marktplatz für Reiche versteht sich als unternehmensinterne Plattform von Banken, Vermögensverwaltern oder Family Offices, die damit ihren Kunden in denjenigen Anlageklassen Mehrwerte schaffen sollen, die ihnen oft am meisten am Herzen liegen, so Douglas.
"Während der Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren dank heutiger Technologie zum Kinderspiel wird, haben Privatbanken oft nicht die passenden Werkzeuge, um ihren Kunden ein neues Ferienhaus zu finden oder deren seltene Uhrenkollektion zu verkaufen", umschreibt er die Maklerfunktion der WealthInitiative. Obwohl beispielsweise der Verkauf von Oldtimern, Yachten und Privatjets ein globales Billionen-Geschäft darstelle, seien traditionelle Vermögensverwalter dafür erstaunlich schlecht ausgerüstet, heisst es weiter.
WealthInitiative fülle diese Lücke, meint der Gründer. Banken und Vermögensverwalter können auf der Cloud-basierten oder vor Ort betriebenen Plattform sowohl Angebote als auch Wünsche ihrer Kunden eingeben. Durch ihr Zusammenführen auf dem Marktplatz sollen die üblicherweise hohen Maklergebühren zu umgehen sein "und so zusätzlicher Umsatz" generiert werden können. Darüber hinaus würden sich derartige Transaktionen "schneller, effizienter und kostengünstiger für den Kunden abwickeln" lassen. Als weiteren Vorteil nennt Douglas, die auf diese Weise mögliche hohe Diskretion solcher Geschäfte.
Zudem sei man bereits dabei, Blockchain-Technologien zu integrieren, was die eindeutige Rückverfolgung von Herkunft und Besitz der gehandelten Güter sicherstellen und ein weiteres Risiko ausschliessen würde. WealthInitiative wird nach eigenen Angaben "von einer internationalen Gruppe von privaten Investoren in den wichtigsten Finanzzentren unterstützt". Auf Anfrage von inside-it.ch heisst es, man sei mit ersten Banken im Due-Dilligence-Prozess, habe aber noch keinen konkrete Vermögensverwalter an Bord. (vri)

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