Malware in deutschem KKW entdeckt

26. April 2016, 15:37
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Im nur 120 Kilometer vom Bodensee entfernten Atomkraftwerk Gundremmingen ist Malware entdeckt worden.

Im nur 120 Kilometer vom Bodensee entfernten Atomkraftwerk Gundremmingen ist Malware entdeckt worden. In einer Pressemitteilung zum Vorfall drückt sich der Betreiber RWE nur sehr schwammig aus. So ist von einer "einige Jahre bekannten" Software die Regel, die in die Kategorie der "sogenannten Büro-Schadsoftware" falle. Wie eine längst bekannte Malware die Maschine infizieren konnte und was mit dem unbekannten Terminus "Büro-Schadsoftware" gemeint ist, wird nicht ausgeführt. Der betroffene Client gehöre zur Brennelement-Lademaschine. Zu seinen Aufgaben zählten die Datenverarbeitung und -visualisierung. Die Pressestelle hat einige Fragen von inside-it.ch entgegengenommen, wird sie bis Redaktionsschluss aber nicht mehr beantworten können.
Entdeckt wurde die Malware erst bei Prüfarbeiten für eine bevorstehende Revision in Block B. "Alle sensiblen Kraftwerksbereiche sind entkoppelt und grundsätzlich redundant sowie manipulationsgeschützt", schreibt der Betreiber. Ob der betroffene Rechner in diesen Bereich fällt, verrät er hingegen nicht. Weiter sei auf Wechseldatenträgern und Programmiergeräten Schadsoftware erkannt und entfernt worden.
Auf der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen beim Umgang mit radioaktivem Material sei das Ereignis der niedrigsten Stufe 0, "Ohne Bedeutung für die Sicherheit", zuzuordnen. Die Skala reicht bis 7. (mik)

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