Malware: Städte Frankfurt und Bad Homburg sind down

19. Dezember 2019, 15:57
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Wegen Malware hat die Stadt Frankfurt am Main ihre IT am Mittwoch 18.12. heruntergefahren. "Hintergrund ist eine E-Mail mit Schadsoftware, die an einen Mitarbeiter geschickt wurde."

Details sind noch keine bekanntgeworden. Dazu könne und wolle er derzeit nichts sagen, so ein städtischer IT-Verantwortlicher zu deutschen Medien.
Der 'Frankfurter Neue Presse' sagte ein Sprecher, die städtischen Security-Systeme hätten wegen eines Mails Alarm geschlagen und man habe deswegen die IT-Systeme der ganzen Stadt als "reine Vorsichtsmassnahme" heruntergefahren.
"Wichtiger Hinweis: Aufgrund technischer Probleme sind die städtischen Online-Services und -Angebote aktuell nicht erreichbar. Wir bitten um Verständnis!", twitterte die Stadt Frankfurt am 18.12. nachmittags. 24 Stunden später sind Behörden-Angebote wie die Website frankfurt.de nach wie vor nicht erreichbar. "Die Internetseite ist down und die Mitarbeiter der Bürgerbüros sind nur noch telefonisch erreichbar. Auch die Feuerwehr ist betroffen", meldet die lokale Zeitung 'Hessenschau'. Auch können die Beamten weder E-Mails versenden noch empfangen. Ebenso sei die städtische Bibliothek offline, eine Bücherausleihe nicht möglich. Auch bei Schulen seien die Auswirkungen "massiv", wie die 'Frankfurter Neue Presse' weiss.
Laut einem Tweet der Stadt sind Telefonate aber möglich, wenn auch kein Publikumsverkehr. Die Systeme sollten laut den IT-Verantwortlichen im Laufe des 19.12. etappenweise wieder hochgefahren werden. "Im Lauf des Tages sollte wieder alles funktionieren. Nach bisheriger Erkenntnis ist kein Schaden entstanden", hiess es seitens der Behörden der Finanzmetropole mit 750'000 Einwohnern.
Vor kurzem hat zudem die Stadt Homburg wegen Malware ihre IT ebenfalls heruntergefahren. Die 55'000 Einwohner müssen sich mit Behördengängen ebenfalls gedulden. (mag)

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