Manager-Rochade bei Fintech Seba

24. Dezember 2019, 09:44
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Der Start der Schweizer Kryptobank verläuft offenbar holprig.

Der Start der Schweizer Kryptobank verläuft offenbar holprig.
Seit ihrem offiziellen Start im November hat die Kryptobank Seba offenbar turbulente Zeiten hinter sich. Einem Bericht zufolge gibt es einige Wechsel in der Geschäftsleitung. Daniel Renner, bisheriger Chef Anlagen- und Vermögensverwaltung, habe die Bank verlassen, schreibt die 'Luzerner Zeitung' mit Berufung auf ein internes Schreiben.
Gegenüber der Zeitung spricht die Bank von Unstimmigkeiten zwischen den Kader-Mitgliedern, fügt aber an, dass es sich um eine einvernehmliche Trennung gehandelt habe. Renners Aufgaben übernehme interimistisch der bisherige Chief Finance & Risk Officer Philipp Baretta.
Die Aufgaben von Baretta wiederum würden aufgeteilt. Die Leitung der Finanzen übernehme der Chief of Staff, David Matter. Als neuer Risiko-Chef stosse Markus Blattmann zu Seba. Blattman war zuletzt bei Julius Bär und davor bei der UBS als Risikomanager tätig.
Onboarding dauert länger als geplant
Begründet wird die Rochade in der Geschäftsleitung mit Verzögerungen. "Bei der Aufnahme von Neukunden sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen", erklärt CEO Guido Bühler. Es sei zu unvorhergesehenen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Kundenanträgen gekommen. Das Ziel von 100 Neukunden bis Ende Jahr werde die Bank wahrscheinlich nicht erreichen. Im Visier von Seba stehen institutionelle Kunden wie Pensionskassen oder Firmen sowie qualifizierte Anleger, die mindestens 100'000 Franken auf ein Seba-Konto einzahlen.
Wie der Seba-CEO aber gegenüber der 'Luzerner Zeitung' betont, liege der holprige Start nicht an mangelndem Interesse. "Wir haben so viele Anfragen, dass wir nicht hinterherkommen. Vor allem bei den institutionellen Kunden dauert das sogenannte Onboarding länger als geplant. Die personellen Veränderungen haben wir eingeleitet, um dort effizienter zu werden." Diese Probleme soll nun der neue Risikochef Blattmann lösen.
Eigenen Angaben zufolge bietet Seba Vermögensverwaltern, Banken und privaten Investoren einen sicheren Zugang zu digitalen Assets. Im Sommer 2019 erteilte die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma dem Zuger Unternehmen eine Banklizenz. Mitte November nahm das Finanzinstitut offiziell seine Tätigkeit für Kunden in der Schweiz auf und kurz darauf folgte die Expansion ins Ausland. (kjo)

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