Mark Hurd hält sich alle Wege offen

31. März 2005, 07:05
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Der neue CEO Mark Hurd will HP zunächst nicht aufteilen, schloss aber für später nichts aus.

Der neue CEO will HP zunächst nicht aufteilen, schloss aber für später nichts aus.
In einer seiner ersten Pressekonferenzen nach seiner Bestätigung als neuem CEO von HP hat Mark Hurd ausgesagt, dass er die diversen Zweige des Technologiekonzerns vorerst zusammenhalten wolle. Bei seiner Anstellung seien ihm allerdings vom Verwaltungsrat keinerlei Auflagen gemacht worden. Für die Zukunft könne er "nichts garantieren". (Insbesondere geht es dabei natürlich um die Abtrennung des Printer-Geschäfts, welche viele Aktionäre erhoffen.)
HP, so meinte Hurd grundsätzlich, sei ein stabiles Unternehmen mit einer "gesunden" Bilanz. Es sei aber auch klar, dass HP in den letzten Jahren nicht so gut abgeschnitten habe, wie das zu wünschen gewesen wäre. Hurd fügte danach zwar an, er wolle keine Schuldzuweisungen vornehmen ­- es war aber ziemlich offensichtlich, dass er damit auch seine Vorgängerin Carly Fiorina kritisierte.
In Bezug auf seine zukünftige Strategie wollte sich Hurd noch nicht festnageln lassen und übte sich darum in Gemeinplätzen – seine Kernaussage, dass sich von nun an "alles um den Kunden drehen" solle, ist weder neu noch revolutionär. Er erbat sich in dieser Beziehung auch noch etwas Zeit - "Ich habe diesen Job schliesslich erst seit Freitag" ­- um klarere Aussagen zu machen. Die nächsten Wochen will er nun damit verbringen, mit Kunden, Investoren Angestellten und Partnern zu reden.
Wer sich einen näheren Eindruck von Hurd verschaffen will, findet hier eine Aufzeichnung der ersten PK des neuen HP-Chefs. (hjm)

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