Markenstreit: Google blitzt vor Zürcher Handelsgericht ab

26. Februar 2007 um 16:05
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Das Zürcher Handelsgericht hat eine Klage des US-amerikanischen Suchmaschinenbetreibers Google gegen den deutschen Unternehmer Daniel Giersch abgewiesen.

Das Zürcher Handelsgericht hat eine Klage des US-amerikanischen Suchmaschinenbetreibers Google gegen den deutschen Unternehmer Daniel Giersch abgewiesen. Dies berichtet heute 'ZDNet'. Google hatte eine Löschungsklage gegen die Marke "Gmail" von Giersch eingereicht. Damit konnte sich der Internetriese nicht die alleinigen Markenrechte für seinen Email-Dienst Gmail sichern. Allerdings muss das Unternehmen nicht – wie in Deutschland – den Dienst nur noch Google Mail nennen, denn beide Parteien haben 2005 die Schweizer Namensrechte erhalten, obwohl Giersch den Antrag einige Monate vor Google gestellt hatte.
In Deutschland muss das Mail-Angebot von Google unter Google Mail firmieren. Das europäische Harmonisierungsamt hatte Ende Januar Giersch Recht gegeben. Giersch und Google streiten bereits seit 2000 über die Markenrechte von Gmail. Mit Gmail betreibt Giersch in Deutschland und in der Schweiz einen Dienst für physische und elektronische Nachrichtenübermittlung. Google habe Giersch beschuldigt, den Namen "in böser Absicht" gewählt zu haben.
Laut 'ZDNet' will Google gegen den Entscheid des Zürcher Handelsgerichts in Berufung gehen. Gegenüber inside-it.ch wollte Google keine Stellung nehmen. (mim)

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