Marktforscher prophezeien Boom für Open-Source-Datenbanken

2. Oktober 2006, 09:07
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Donald Freiberg, ein Analyst beim renommierten Marktforschungsinstitut Gartner, glaubt, dass in den nächsten Monaten und Jahren ein eigentlicher Boom für Open-Source-Datenbanken wie Firebird (Borland Interbase), Ingres, MaxDB, MySQL oder PostgreSQL eintreten wird.

Donald Freiberg, ein Analyst beim renommierten Marktforschungsinstitut Gartner, glaubt, dass in den nächsten Monaten und Jahren ein eigentlicher Boom für Open-Source-Datenbanken wie Firebird (Borland Interbase), Ingres, MaxDB, MySQL oder PostgreSQL eintreten wird. Freiberg stützte seine am Gartner Open Source-Summit vorgetragene Prognose auf fünf Schlüsselthesen Gartners, die sich allerdings hauptsächlich auf MySQL, die bekannteste und wahrscheinlich am weitesten verbreitete Open Source-Datenbank beziehen.
Feinberg erwartet, dass vor allem MySQL bald eine Art "kritische Masse" erreichen wird. 49 Prozent aller IT-Abteilungen von grösseren Unternehmen setzten gemäss Gartner bereits punktuell MySQL ein, weitre 17 Prozent planen einen Einsatz in der nächsten Zeit. 40 Prozent haben darüber hinaus vor, für bestimmte Aufgaben eine proprietäre Datenbank durch eine Open Source-Datenbank zu ersetzen. Insgesamt, so die Prognose Gartners würden 2008 über 70 Prozent der IT-Abteilungen von grösseren Unternehmen Open-Source-Datenbanken einsetzen und mySQL werde endgültig auch als Alternative für unternehmenskritische Aufgaben wahrgenommen werden.
Den weltweiten Markt für Datenbanken schätzt Gartner gegenwärtig auf ein Volumen von rund 14 Milliarden Dollar pro Jahr (Nicht nur Umsätze von neuen Lizenzen sondern auch Umsätze aus Abonnementen, Updates, Support usw.). In den nächsten Jahren soll das durchschnittliche Wachstum bei rund 7 Prozent liegen.
Schon in den letzten Jahren haben Open Source-Datenbanken die Hersteller von proprietären Datenbanken wie Oracle, IBM oder Microsoft unter einen gewissen Druck gebracht, was sich vor allem in ihrer Preisgestaltung für Lizenzen auswirkte. Rein dollarmässig gesehen, ist das Gewicht der Open Source-DBs aber noch sehr klein. Gemäss Gartners eigener Marktübersicht hatten die fünf grössten Hersteller von proprietären Datenbanken Oracle, IBM, Microsoft, Teradata und Sybase letztes Jahr zusammen einen Marktanteil von rund 92 Prozent (Microsoft war übrigens der einzige grosse Hersteller, der von 2004 auf 2005 seinen Marktanteil steigern konnte.) (hjm)

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