Marktforscher prophezeien Siegeszug für Instant Messaging

22. Juni 2007, 06:25
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In sechs Jahren 95 Prozent Verbreitung für Sametime, Live Messenger, ICQ & Co?

In sechs Jahren 95 Prozent Verbreitung für Sametime, Live Messenger, ICQ & Co?
In einer aktuellen Studie wagt das Marktforschungsunternehmen Gartner die Prophezeiung, dass Instant-Messaging-Anwendungen vor allem im Unternehmensbereich künftig ebenso wichtig sein werden wie derzeit E-Mail und Telefon. In fünf Jahren werden Instant Messanger (IM) das Standardwerkzeug für Sprach-, Video- und Text-Kommunikation sein, sind die Experten überzeugt. 2013 sollen 95 Prozent aller Mitarbeiter in grossen globalen Organisationen IM als primäres Tool für Echtzeitkommunikation verwenden. Derzeit liegt die Verbreitung der Echtzeitkommunikations-Applikationen bei 25 Prozent.
Der Siegeszug von IM-Applikationen sei vergleichbar mit jenem von E-Mail. Abgelöst wird die elektronische Post allerdings nicht, vielmehr werde sie ergänzt. Dies liege unter anderem auch an Vorteilen, die die E-Mail-Nutzung derzeit biete, beispielsweise eine einfachere Umsetzung der Archivierung. Für den weltweiten Unternehmens-IM-Markt prognostiziert Gartner ein Wachstum von 267 Mio. Dollar im Jahr 2005 auf 688 Mio. Dollar bis 2010.
Unternehmen empfiehlt Gartner, sich vorzubereiten und die Entwicklung in ihren kritischen Geschäftsprozessen zu berücksichtigen. Durch den Einsatz von Enterprise-Grade-IM von Anbietern wie IBM und Microsoft könne sichergestellt werden, dass der Datenverkehr hinter der Firewall des Unternehmensnetzwerkes bleibt. Kontakte in öffentliche IM-Netze wie AIM, Yahoo, MSN oder ICQ sollten über Sicherheitsdienste von Anbietern wie FaceTime, Aconix oder Symantec/IMLogic geschützt werden.
Bis zum Ende der Dekade würden unternehmenstaugliche IM-Systeme die bislang noch häufig eingesetzten Consumer-Produkte jedoch ohnehin ablösen, so die Marktforscher.
Ein Hauptvorteil von IM-Programmen liegt in der Präsenz-Information. Diese werde nach Ansicht des Gartner-Analysten David Mario Smith allerdings auch abseits der Messenger in anderen Applikationen Einzug finden: "Präsenz wird ihren Einfluss über IM hinaus entwickeln und zu einer wichtigen Quelle von Innovation für künftig Unternehmensanwendungen werden." (pte)

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