Massen-Entlassung bei Centralway Numbrs

7. Juni 2017, 14:06
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Das Fintech entlässt viele Informatiker und verlagert Jobs. Doch Zürich bleibt das Herz, sagt CEO Oyvind Oanes.

Das Fintech entlässt viele Informatiker in Zürich und verlagert Jobs. Doch Zürich bleibt das Herz, sagt CEO Oyvind Oanes.
Das gefeierte Zürcher Fintech Centralway Numbrs vollzieht eine Massenentlassung, dies meldet 'Finenews.ch". Darunter seien vor allem Programmierer. Dies bestätigt Centralway Numbrs-CEO Oyvind Oanes auf Anfrage: "Es handelt sich um ungefähr 40 Arbeitsplätze. Als Technologieunternehmen besteht unsere Belegschaft zu einem Grossteil aus Informatikern, deshalb sind auch Informatiker betroffen."
Warum dieser Schritt erfolgt, das zeigt ein Blick in die Zwischenbilanz der Firma: Investitionskapital von 125 Millionen Dollar erhalten, eine theoretische Marktbewertung von fast einer Milliarde Dollar erreicht und mit 150 Mitarbeitern in Zürich in vier Jahren zwei Produkte aufgebaut: eine Banking-App und eine B2B-Vertriebs-Plattform für Banken.
Einnahmen? Kaum nennenswert. Die Erlöse aus der App sind laut 'Finews.ch' minimal und auf der Plattform sind in Deutschland als Kunden nur Postbank, Norisbank sowie SWK Bank zu verzeichnen. "Darüber hinaus sind bereits diverse Verträge mit weiteren Bankpartnern unterschrieben," kündigt CEO Oanes an.
Die Provisionen aus deren Abschlüssen dürften zumindest kurzfristig keine riesigen Einnahmen für das Fintech bedeuten. Wieviel Umsatz machen Sie denn, Herr Oanes? "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir dazu keine Angaben machen."
Resultat: Sparen, indem man einen Drittel des Personals in Zürich abbaut und als Ersatz Informatiker rund um den Globus rekrutiert. Sie sollen als fest angestellte "Remote Worker" standardisierte IT-Dienstleistungen für Centralway Numbrs erbringen. Aber "mit über 100 festangestellten Fachkräften bleibt Zürich das Herz des Unternehmens", versichert Oanes. (mag)

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