Massive Vorwürfe gegen Bank Notenstein

26. November 2015, 17:02
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'Inside Paradeplatz' behauptet, die Raiffeisen-Tochter habe 2012 DDOS-Angriffe auf das viel gelesene Blog "initiiert".

'Inside Paradeplatz' behauptet, die Raiffeisen-Tochter habe 2012 DDOS-Angriffe auf das viel gelesene Blog "initiiert".
'Inside Paradeplatz' ist so umstritten wie viel gelesen. Das Blog des Zürcher Wirtschaftsjournalisten Lukas Hässig sorgt immer wieder für Aufregung in der Zürcher Finanz-Szene und wurde erst diesen Monat von der Grossbank Credit Suisse verklagt.
2012 wurde 'Inside Paradeplatz' zweimal zum Opfer eines DDoS-Angriffs. Zuerst im Juni 2012, danach erneut am 28. August 2012, schreibt Hässig. Hinter dem Angriff steht die Bank Notenstein, behauptet der Autor heute in einem Artikel mit dem Titel "Hinter Cyberangriff gegen Inside stand Notenstein".
Wohlgemerkt: Hässig schreibt nicht, die Angriffe seien aus der Bank heraus erfolgt. Er behauptet aber, Notenstein-CEO Adrian Künzi und der damalige Notenstein IT-Chef Christoph Schwalm hätten an einer Sitzung in einer "Geheimsitzung" darüber gesprochen, "ob die Internetseite in einer bestimmten Art und Weise angreifbar sei." Schwalm solle "gegen das Zielobjekt IP (Inside Paradeplatz - Anm. der Red.) vorgehen". In einem kurzen Telefongespräch mit inside-it.ch bestätigte Hässig, dass er zu der Aussage steht, die Bank Notenstein habe den Angriff "initiiert".
Notenstein-Sprecherin Jolanda Meyer nennt die Vorwürfe "haltlos". Sie konnte aber noch nicht sagen, ob die Bank eine Strafanzeige gegen Hässig einreichen werde.
Strafanzeige unvermeidbar
Der Vorwurf von Lukas Hässig wiegt schwer, denn ein DDoS-Angriff ist ein krimineller Akt. Das weiss auch der Journalist. Auch er ist gespannt, ob Notenstein oder eine der genannten Personen Strafanzeige gegen ihn einreichen werden. Ein allfälliger Prozess könnte ihm die Gelegenheit geben, seine Vorwürfe zu belegen. Oder ihn ruinieren. (hc)

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