Massiver Gewinnrückgang bei Intel

17. April 2013, 08:18
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Kurz vor seinem Abschied bei Intel ist CEO Otellini zuversichtlich, dass der Chiphersteller auch im Smartphone- und Tablet-Segment Fuss fassen wird. Im letzten Quartal war das Geschäft mit PCs erneut rückläufig.

Kurz vor seinem Abschied bei Intel ist CEO Otellini zuversichtlich, dass der Chiphersteller auch im Smartphone- und Tablet-Segment Fuss fassen wird. Im letzten Quartal war das Geschäft mit PCs erneut rückläufig.
Intel leidet auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres unter der PC-Flaute. Während der Umsatz zwar nur leicht um 2,5 Prozent auf 12,58 Milliarden Dollar sank, brach der Gewinn regelrecht ein: Unter dem Strich resultierte noch ein Gewinn von etwas mehr als 2 Milliarden Dollar. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um über 25 Prozent. Die Bruttomarge verschlechterte sich im Jahresvergleich von 64 auf 56 Prozent.
Erst letzte Woche hatte der Marktforscher IDC festgestellt, dass der PC-Markt im ersten Quartal um 14 Prozent geschrumpft ist, was der dramatischste Rückgang seit Beginn der Marktforschung im Jahr 1994 ist. Intel als Lieferant der meisten PC-Hersteller leidet sehr stark darunter. Vor allem auch deshalb, weil der Chip-Riese es bis heute nicht geschafft hat, im lukrativen und boomenden Geschäft mit Smartphones und Tablets nachhaltig Fuss zu fassen.
Otellini vor dem Abschied
Die rückläufigen Zahlen in den verschiedenen Segmenten sprechen eine klare Sprache. In der PC Client Group sanken der Umsatz um 6 Prozent und der Betriebsgewinn um fast einen Drittel. Intel betont allerdings, dass der Verkauf von Chips für Tablets wuchs, was angesichts der spärlichen Verkäufe von Geräten mit Intel-Prozessoren in diesem Bereich vor einem Jahr nicht überraschen mag.
Analysten waren mit den Zahlen dennoch einigermassen zufrieden, denn man hatte eigentlich noch Schlimmeres erwartet. Es sind die letzten Zahlen, die der scheidende CEO Paul Otellini vorstellte. Nach fast 40 Jahren bei Intel und acht Jahren in der Chef-Position wird Otellini das Unternehmen im Mai verlassen. Otellini meinte, Intel gehe es heute besser denn je. Er sei zuversichtlich, dass die Technologie von Intel künftig auch bei Smartphones und Tablets eine führende Rolle spielen werde. (mim)

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