Massiver Stellenabbau bei Swisscom?

8. Januar 2010, 13:29
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Insbesondere langjährige Mitarbeitende müssen laut einem Pressebericht um ihre Stellen fürchten. Insgesamt ist von 370 Entlassungen die Rede. Swisscom dementiert den generellen Abbau und betont, dass auch Stellen geschaffen werden.

Insbesondere langjährige Mitarbeitende müssen laut einem Pressebericht um ihre Stellen fürchten. Insgesamt ist von 370 Entlassungen die Rede. Swisscom dementiert den generellen Abbau und betont, dass auch Stellen geschaffen werden.
Wie die Zürcher Zeitschrift 'Computerworld' heute berichtet, will der Schweizer Telekom-Marktführer Swisscom im ersten Halbjahr 2010 angeblich 600 Arbeitsplätze eliminieren und 370 Mitarbeitende entlassen. Allerdings konnte Swisscom-Sprecher Sepp Huber den Abbau gegenüber inside-it.ch nicht bestätigen.
Generell sei zu sagen, so Swisscom in einer Stellungnahme gegenüber inside-it.ch, dass in den vergangenen Jahren sowohl Stellen gestrichen als auch geschaffen worden seien. "Mit dem Ziel, den Kundenservice weiter auszubauen, schaffte Swisscom in den letzten Jahren in kundennahen Bereichen wie beispielsweise Call Centers und Aussendienst neue Stellen. Bereinigt um Firmenkäufe und -verkäufe stieg die Zahl der Arbeitsstellen von Swisscom in der Schweiz von 2006 bis Anfang 2009 netto um über 700", so Swisscom. In den ersten drei Quartalen 2009 sie die Zahl der Arbeitsstellen in etwa stabil geblieben.
Ältere Mitarbeitende gefährdeter?
In Fällen, wo es nötig sei, Stellen abzubauen, habe Swisscom mit den Sozialpartnern seit Jahren "gut ausgebaute Sozialplan-Leistungen vereinbart", so Swisscom. Zurzeit ist das Verhältnis mit den Sozialpartnern aber nicht besonders gut: Erst Ende Dezember scheiterten die Lohnverhandlungen.
Gewerkschaften sagten 'Computerworld' unter anderem auch, dass vermehrt ältere Mitarbeitende nicht mehr intern umplatziert oder weiterbeschäftigt würden, sondern vermehrt jüngere Mitarbeitende, die weniger lang im Unternehmen sind, den langjährigen Mitarbeitenden vorgezogen werden sollen. "Diese Aussage können wir so nicht bestätigen; dies würde auch nicht unserer Personalpolitik entsprechen", sagt Swisscom-Sprecher Huber dazu.
Was den Sozialplan betrifft, betont Huber, dass er schweizweit überdurchschnittliche Leistungen enthalte und die persönliche Situation der betroffenen Mitarbeitenden wie etwa Alter und Dienstalter berücksichtige. "Hauptfokus ist aber, dass wir mit unserer eigenen Outplacementfirma Worklink AG eine rasche berufliche Wiedereingliederung anstreben. Für ältere Mitarbeitende besteht zudem die Möglichkeit, bei Worklink individuelle Einsätze bis zur Pensionierung zu leisten", so Huber. (Maurizio Minetti)

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