Maxdata: Übernahmeverhandlungen gescheitert - Entlassungen

1. September 2008, 10:16
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    Quanmax will doch nicht Teile von Maxdata übernehmen. Der deutsche PC-Hersteller braucht jetzt dringend einen anderen Investor.

    Quanmax will doch nicht Teile von Maxdata übernehmen. Der deutsche PC-Hersteller braucht jetzt dringend einen anderen Investor.
    Der PC-Hersteller Maxdata, der sich seit heute rechtlich im Insolvenzverfahren befindet, hat doch keinen Investor gefunden. Wie der Insolvenzverwalter Winfrid Andres am Freitag mitteilte, gab das taiwanische Unternehmen Quanmax am Donnerstag bekannt, dass es für eine Übernahme "nicht zur Verfügung" stehe. Anscheinend war mit dem taiwanischen Computerhersteller am Tag zuvor schon eine Einigung erzielt worden. Quanmax (Beteiligungstochter von Quanta) hätte einige Teile von Maxdata übernehmen sollen.
    Am Freitag musste "ein Teil" des Personals freigestellt werden, um Liquiditätsengpässe im Insolvenzverfahren zu vermeiden. Maxdata machte keine genaueren Angaben dazu, deutsche Medien berichten aber von 200 gestrichenen Stellen. Ende 2007 beschäftigte Maxdata in Deutschland zirka tausend Personen.
    Ende Juni hatte der deutsche Computerhersteller, der mit einer Niederlassung auch in der Schweiz tätig ist (die allerdings nicht zahlungsunfähig ist), Insolvenz beantragt. Mit dem Scheitern der Verhandlungen mit Quanmax verschlechtert sich die Situation von Maxdata zusehends. Laut Andres kann das Geschäft ohne Kapitalgeber nicht mehr wettbewerbsfähig weitergeführt werden. Nun soll versucht werden, in Gesprächen mit anderen potenziellen Investoren einen Käufer zu finden. (Maurizio Minetti)

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