McAfee kehrt zurück an die Börse

29. September 2020, 10:26
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Nach gut zehn Jahren Eigenständigkeit plant der durch seinen exzentrischen Gründer bekannte Security-Anbieter einen IPO.

Das zu den Pionieren der IT-Security- und Antiviren-Branche zählende Unternehmen McAfee will nach gut einer Dekade Eigenständigkeit zurück an die Börse. Ein entsprechender Antrag ist eingereicht worden.
Das im kalifornischen San Jose ansässige Unternehmen nannte bei der Eingabe an die Börsenaufsicht SEC zunächst 100 Millionen Dollar als Emissionserlös. Dabei handelt es sich aber um einen Platzhalter und der Betrag werde sich wohl noch ändern, schreibt 'Bloomberg'.
Der geplante IPO ist Teil eines Software-IPO-Booms in den USA. Gemäss Zahlen des Finanzmagazins wurden 2020 bis anhin 102 Milliarden Dollar an den US-Börsen aufgenommen. Davon entfielen 12,8 Milliarden auf Softwareunternehmen. Zuletzt sorgte der IPO von Snowflake für Aufsehen. Die Aktien der neu an der Börse notierten Software-Firmen hätten im gewichteten Durchschnitt um 78% zugenommen, schreibt 'Bloomberg'.
McAfee trägt zwar noch den Namen seines exzentrischen Gründers John McAfee, aber dieser hat bereits seit längerem nichts mehr mit der Firma zu tun.
Der 1987 gegründete Security-Anbieter war bereits bis zur Übernahme durch Intel im Jahr 2010 an der Börse. Intel zahlte damals 7,7 Milliarden Dollar für McAfee. 2017 entliess der Chip-Hersteller McAfee wieder in die Unabhängigkeit, behielt aber 49% der Anteile. Mehrheitseigner ist der Finanzinvestor TPG.
Der Deal zwischen Intel und TPG bewertete McAfee damals mit 4,2 Milliarden Dollar, einschliesslich Schulden.

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