Media Markt/Saturn will Preise mit KI bestimmen

22. Mai 2019, 09:23
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Ab dem Sommer will der Handelsriese Media Markt/Saturn in Deutschland eine auf Data Analytics und Künstliche Intelligenz basierende Preisgestaltung einführen.

Ab dem Sommer will der Handelsriese Media Markt/Saturn in Deutschland eine auf Data Analytics und Künstliche Intelligenz basierende Preisgestaltung einführen. "So wollen wir unseren Wettbewerbern stets einen Schritt voraus sein", zitiert 'Channel Observer' Karin Sonnenmoser, Finanzchefin des Mutterkonzerns Ceconomy.
Die neue Preispolitik solle dem Unternehmen neuen Schwung geben, heisst es ohne weitere Details zu nennen. Denn die Preistransparenz, die mit dem Online-Handel entstanden sei, mache dem Unternehmen zu schaffen und liess die Gewinne in den vergangenen Jahren schmelzen.
Der Electronics-Händler hat stark mit der Konkurrenz, insbesondere im Online-Handel zu kämpfen, weshalb sich das Unternehmen ein Sparkur verordnet hat. Ab dem Geschäftsjahr 2020/2021 sollen Einsparungen in Höhe von 110 biss 130 Millionen Euro erreicht werden. Ausserdem steht eine Neuausrichtung an: Das Online-Angebot soll ebenso ausgebaut werden wie das margenstarke Service-Angebot. Zu letzterem zählen etwa Smartphone-Reparaturen oder Garantieverlängerungen.
Sparprogramm gleicht rückläufigen Umsatz aus
2019 solle das Jahr des Umbruchs sein, kündigte Ceconomy Ende 2018 an. Und die Massnahmen scheinen sich auszuzahlen. In den Monaten von Januar bis März 2019, dem zweiten Geschäftsquartal für Ceconomy, sei der Umsatz zwar leicht rückläufig gewesen. Dies habe unter anderem mit ungünstigen Kalendereffekten, insbesondere der Verschiebung der absatzstarken Vorosterwoche in das dritte Quartal, zu tun. Fünf Milliarden Euro und damit 1,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum setzte der Händler um. Den rückläufigen Umsatz habe das Unternehmen aber durch Kosteneffizienz kompensieren können. Der bereinigte Ebit entwickelte sich stabil und belief sich auf 24 Millionen Euro.
In der DACH-Region ging der Umsatz währungsbereinigt um 0,5 Prozent auf 2,9 Prozent zurück. Insbesondere in der Schweiz seien die Einnahmen zurückgegangen, teilt die Firma mit. Dank höheren Beiträgen aus dem Bereich Services & Solutions habe aber auch die Schweiz zur Ergebnisverbesserung in der DACH-Region beigetragen. Eine Schweizer Filiale ist geschlossen worden, wie dem Finanzbericht zu entnehmen ist. Dabei handelte es sich um die Media-Markt-Filiale in der Berner Markthalle. (kjo)

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