Media Tablets und andere Bremsklötze für den globalen PC-Markt

29. November 2010, 16:54
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Das Marktforschungsinstitut Gartner hat seine Prognosen für die stückzahlenmässige Absatzentwicklung im globalen PC-Markt für dieses und das nächste Jahr deutlich zurückgenommen.

Das Marktforschungsinstitut Gartner hat seine Prognosen für die stückzahlenmässige Absatzentwicklung im globalen PC-Markt für dieses und das nächste Jahr deutlich zurückgenommen. Für dieses Jahr erwartet Gartner, dass weltweit 352,4 Millionen PCs verkauft werden, was einem Wachstum von 14,3 Prozent verglichen zu 2009 entsprechen würde. Zuletzt hatte Gartner noch ein Wachstum von 17,9 Prozent erwartet.
Für 2011 erwartet Gartner statt 18,1 Prozent nun noch 15,9 Prozent Marktwachstum nach Stückzahlen gerechnet. Die aktuelle Prognose von 409 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2011 liegt insgesamt rund 5 Prozent unter der bisherigen Prognose.
Laut Gartner ist gegenwärtig die Nachfrage bei Heimanwendern und Unternehmen geringer als erwartet, weil die wirtschaftliche Erholung vielerorten langsamer verläuft, als erhofft. In den nächsten Jahren, vor allem ab 2012, könnte zudem das Aufkommen von gehosteten virtuellen Desktop-Landschaften, für die vermehrt "echte" Thin Clients eingesetzt werden, die Nachfrage bei Unternehmen dämpfen.
Im Consumerbereich wirkt sich zudem bereits jetzt, und in den nächsten Jahren wohl noch stärker, das Aufkommen von neuen Geräteklassen aus. Dazu gehören insbesondere die Media-Tablets à la iPad, sowie andere neuartige Internetzugangsgeräte, die Gartner nicht zum eigentlichen PC-Markt hinzuzählt.
Die grosse Sorge dabei für PC-Hersteller: Der Löwenanteil der Marktanteile bei Tablets beansprucht gegenwärtig noch Apple, und auch die meistbeachteten Herausforderer stammen nicht aus der traditionellen PC-Ecke. In gesättigten Märkten behalten zudem laut Gartner einige Kunden ihre alten PCs länger, um dei Entwicklung der Tablets abzuwarten. In den aufkommenden Märkten könnten mehr Heimanwender als bisher ganz auf die Anschaffung eines PCs verzichten und stattdessen (Billig-)Tablets oder die inzwischen auch günstiger gewordenen Smartphones anschaffen. (hjm)

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