Mehr als eine Million HTC-Android-Smartphones im Umlauf

17. August 2009, 15:25
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Google hat sein Mobile-Betriebssystem Android auf dem Weltmarkt endgültig etabliert.

Google hat sein Mobile-Betriebssystem Android auf dem Weltmarkt endgültig etabliert. So hat allein der Hersteller HTC seit April 2008 weit mehr als eine Million Mobiltelefone verkauft, die auf Basis des von Google entwickelten Open Source-Betriebssystems laufen.
Laut New York Times haben die Entwickler erst diese Woche eine aktualisierte Version der Plattform veröffentlicht, die unter anderem auch das weitverbreitete PDF-Format unterstützen soll. Darüber hinaus gaben Hersteller wie Huawei oder Samsung die Markteinführung weiterer Android-Mobiltelefone bekannt. Nach der Etablierung von Android in der Version 1.5 geht der Trend in der Entwicklung nun in Richtung mehr Sicherheit. Die Weiterentwicklung des Smartphones hin zum Leistungsumfang von Mini-PCs erfordere eine umfassendere Absicherung der Plattform, so Experten im Rahmen der Unix Security Conference in Montreal.
"Grundsätzlich handelt es sich bei Betriebssystemen immer um einen Kompromiss zwischen Offenheit und Sicherheit", sagt Rich Cannings, Android Security Lead bei Google. Das Internet-Unternehmen aus Mountain View setzte bei Android bisher auf die Ausführung von Applikationen in separaten "Sandkästen" als zentralem Sicherheitsmechanismus. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass Angreifer im Falle einer gehackten Anwendung automatisch Zugang zu anderen Daten erhalten. So läuft etwa Software zur Darstellung von Rich-Media-Inhalten auf einem separaten "Medienserver", so dass potenzielle Angreifer keinen Zugriff auf im Browser gespeicherte Cookies und Passwörter haben. Anders als bei Apple werde die Ausführung von Schadcode allerdings nicht gestoppt, was Angreifern ein Mehr an Handlungsspielräumen verschafft, heisst es in einem Bericht von Technology Review. Mit dem HTC Hero unterstützt auch erstmals ein Android-Smartphone Adobes Flash-Technologie, die laut HTC für mehr als 80 Prozent aller online dargebotenen Videos grundlegend ist. "Adobes Flash ist eine der zentralen Webtechnologien. Wir werden daher weiter mit Adobe zusammenarbeiten, um den Flash Player in der Version 10 auf all unsere Mobiltelefone zu bringen", sagt John Wang, CMO von HTC.
Hersteller von Mobiltelefonen setzen vermehrt auf verschiedene Betriebssystemplattformen. Neben HTC und dem koreanischen Elektronikkonzern Samsung, der sein Produktportfolio mit dem Modell Galaxy i7500 jetzt um ein Android-Gerät ergänzt, scheint auch Marktführer Nokia neben Symbian noch auf andere Betriebssysteme setzen zu wollen. Welche Plattformen sich letztendlich durchsetzen, lässt sich allerdings noch nicht prognostizieren. Der Smartphone-Markt entwickelt sich rasant, Google setzt zudem nicht nur auf ein Pferd. Parallel zur Entwicklung von Android soll mit Chrome OS ein vollständiges Betriebssystem für Webanwendungen erschaffen werden. (pte/bt)

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