Mehr Bundesgelder für audiovisuelles Schweizer Kulturgut

22. Mai 2009, 12:05
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Der Bundesrat will sich auch in Zukunft für das audiovisuelle Kulturgut der Schweiz engagieren und hat am Mittwoch die Botschaft für die nächste Finanzierungsperiode gutgeheissen.

Der Bundesrat will sich auch in Zukunft für das audiovisuelle Kulturgut der Schweiz engagieren und hat am Mittwoch die Botschaft für die nächste Finanzierungsperiode gutgeheissen. Der Verein Memoriav soll deshalb in den kommenden vier Jahren 2,4 Millionen Franken zusätzliche Finanzmittel von der Eidgenossenschaft erhalten. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll mit den zusätzlichen Geldern der Online-Zugang zu audiovisuellem Kulturgut durch ein Streaming-Angebot "direkt und einfach" ermöglicht werden.
Audiovisuelle Dokumente sind wesentliche Zeugen unserer Vergangenheit und als solche Bestandteil unserer kollektiven Identität, heisst es in der Mitteilung weiter. Durch die Unterstützung des Vereins Momoriav hätten bereits zentrale Werke wie die Spielfilme "Gilberte de Courgenay" oder "Ueli der Knecht" restauriert sowie die Fernseh-Tagesschau erhalten werden können.
Die 1995 gegründete Momoriav bezieht über 80 Prozent ihrer Einnahmen durch Bundesgelder. Dem Verein sind unter anderem 21 Kantone durch ihre Staatsarchive, Kantonsbibliotheken oder kantonale Museen angeschlossen. Seitens des Bundes sind die Schweizerische Nationalbibliothek, das Schweizerische Bundesarchiv und das Bundesamt für Kommunikation Mitglieder von Memoriav. (bt)

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