Mehr Cloud-Umsatz für SAP

21. Oktober 2013, 12:22
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Der starke Euro hat die Zahlen des jüngsten Quartalsberichts zwar etwas gedrückt, aber am Jahresziel hält SAP fest. Jetzt ist allerdings Business ByDesign in die Schlagzeilen geraten.

Der starke Euro hat die Zahlen des jüngsten Quartalsberichts zwar etwas gedrückt, aber am Jahresziel hält SAP fest. Jetzt ist allerdings Business ByDesign in die Schlagzeilen geraten.
Mit einem Umsatzplus von zwei Prozent hat der grösste europäische Software-Hersteller SAP im letzten Vierteljahr 4,045 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das vergleichsweise geringe Wachstum sei insbesondere auf den starken Euro zurückzuführen. Mehrere Währungen wie der US-Dollar und Yen hätten zum Euro an Wert verloren. SAP spricht denn auch von einem "deutlich negativen Währungseinfluss". Aufgrund weniger schnell gestiegener Kosten wuchs allerdings der Gewinn vor Steuern um gut 25 Prozent auf 1,035 Milliarden Euro, was am Ende rund 762 Millionen Euro ausmachte. Damit liegen die Walldorfer knapp ein Viertel über dem Vorjahresergebnis. Weil SAP bereits das Jahresziel im Sommer nach unten korrigiert hatte, wurde jetzt nur schon das Festhalten am Jahresergebnis von den Analysten positiv aufgenommen und der Aktienkurs legte zu. Weiterhin soll am Ende des Jahres also der Betriebsgewinn von 5,21 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf diesmal 5,85 bis 5,95 Milliarden Euro ansteigen.
Insgesamt profitierte SAP, nach eigenen Angaben, von seinen Cloud-Angeboten, aber das traditionelle Lizenzgeschäft litt. In die Diskussion in diesem Zusammenhang gerät nun aber jetzt vor allem die onlinebasierte KMU-Lösung Business ByDesign, deren Weiterentwicklung gestoppt wird und die nach neusten Informationen ebenfalls in die HANA-Wolke wandern soll.
Mehr Cloud-Umsatz
Die Cloud-Umsätze legten dreistellig zu und liegen derzeit bei rund 197 Millionen Euro. Das Kerngeschäft, Lizenzen für installierte Software, verbuchte einen Rückgang von 5 Prozent auf 977 Millionen Euro. Währungsbereinigt ergab das noch ein Plus von 2 Prozent. Beim Cloud-Einsatz profitierte man besonders vom Markt in Nordamerika, während die traditionellen Software-Umsätze vor allem in Asien und grossen Teilen Europas aufgrund des Wandels hin zur Cloud verhalten ausfielen. Dennoch werde man im Cloud-Geschäft über das ganze Jahr hinweg bereits rund eine Milliarde Franken umsetzen, teilt SAP mit.
Gut geschlagen hat sich einmal mehr das Steckenpferd HANA, wo man laut Unternehmenschef Jim Snabe auf dem besten Weg sei, über das Jahr hin ebenfalls die Milliarde-Euro-Grenze zu erreichen. Das Wachstum lag hier im Jahresvergleich und währungsbereinigt bei 90 Prozent. Hinzu komme, dass sich auch die Synergien mit dem zugekauften SaaS-Provider Ariba beschleunigt haben. (vri)

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