Mehr Druck auf Schweizer IT-Budgets

8. Dezember 2011, 15:50
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Laut einer Studie werden CIOs in der Schweiz nächstes Jahr verglichen mit ihren Kollegen in Deutschland und Österreich weniger Geld zur Verfügung haben.

Laut einer Studie werden CIOs in der Schweiz nächstes Jahr verglichen mit ihren Kollegen in Deutschland und Österreich weniger Geld zur Verfügung haben.
Die jährlich von Capgemini erhobene Studie zu den IT-Budgets von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lässt für hiesige Informatik-Verantwortliche kein besonders gutes 2012 erahnen. Gemäss den Ergebnissen der Umfrage rechnen die IT-Abteilungen im deutschsprachigen Raum zwar im Schnitt mit steigenden Budgets, doch die Budget-Situation ist in der Schweiz angespannter als in Deutschland und Österreich.
Konkret steht lediglich 32 Prozent der Schweizer CIOs für nächstes Jahr mehr Geld zur Verfügung. In Österreich können 36 Prozent mit mehr Budget rechnen, in Deutschland gar 40 Prozent der Befragten. 26 Prozent der Schweizer IT-Leiter müssen ihre Ausgaben kürzen. In Österreich müssen dies nur 23 Prozent, in Deutschland 22 Prozent.
Keine dramatischen Kürzungen
Rosario De Francisci, Chief Market Officer bei Capgemini in der Schweiz, meint dazu: "Die Schweizer Wirtschaft und vor allem die Banken wurden von der Finanzkrise stark belastet. Angesichts der Eurokrise halten sie sich derzeit mit Neuinvestitionen zurück. Allerdings wird auch nicht dramatisch gekürzt: Der Mehrheit der Schweizer CIOs steht im kommenden Jahr genau so viel Budget zur Verfügung wie 2011."
In allen drei Ländern wird immerhin rund ein Fünftel des Budgets für Innovationen verwendet. Von diesen Mitteln werden zirka ein Drittel in die Evaluierung neuer Technologien und knapp zwei Drittel in Umsetzungsprojekte inklusive Beschaffung, Entwicklung und Implementierung gesteckt. Der Löwenanteil fliesst wie gewohnt in die Erhaltung der bestehenden IT-Landschaft. Allerdings sind die Aufwendungen für den Erhalt der IT-Landschaft laut Capgemini niedriger als erwartet. Daraus schliesst De Francisci, dass viele CIOs ihre IT in den letzten Jahren schlanker und effizienter aufgestellt und sich dadurch Freiraum geschaffen haben, um neben dem täglichen Betrieb IT-Innovationen auf den Weg zu bringen.
Für die IT-Trends-Studie wurden im vergangenen Oktober 156 IT-Verantwortliche von Grossunternehmen im deutschsprachigen Raum befragt. Die vollständige Auswertung der Ergebnisse wird im Februar 2012 veröffentlicht. (mim)

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