Mehr IM (und IM-Malware) in Unternehmen

7. Juni 2006, 11:29
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Immer mehr Unternehmen benutzen Instant Messaging für die interne Kommunikation. Meist werden die Systeme aber nur unzureichend abgesichert.

Immer mehr Unternehmen benutzen Instant Messaging für die interne Kommunikation. Meist werden die Systeme aber nur unzureichend abgesichert.
Im Monat Mai verzeichnete der US-amerikanische Anbieter von Email- und Messaging-Security Postini eine um 138 Prozent höhere Nutzung von Instant Messaging (IM) in Unternehmen. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl von IM-Angriffen um 500 Prozent gestiegen. IM-Systeme haben sich in den vergangenen Jahren auch in Unternehmen als praktische Kommunikationsform erwiesen. Das Austauschen von Nachrichten und Dateien geschieht mindestens so schnell wie per E-Mail, Mitarbeitende können auch von zu Hause aus mit Kollegen kommunizieren.
Der sprunghafte Anstieg von IM in Unternehmen hat aber offensichtlich zur Folge, dass die Sicherheit vernachlässigt wird. Postini stoppte IM-Malware wie etwa Browaf, Tilebot und Khoobe vor dem Eindringen in Unternehmensnetzwerke. Nach Meinung von Andrew Lochart, Senior Director of Marketing bei Postini, wissen Hacker genau, dass "sich die meisten Organisationen noch nicht gegen IM-Malware schützen." Immerhin entspreche die Zahl der IM-Angriffe nur einem Bruchteil der Bedrohungen durch herkömmliche E-Mails, so Lochart.
Auch die Marktforscher von Gartner stellten unlängst fest, dass Unternehmen ihre IM-Systeme sicherer handhaben sollten. IT-Administratoren, die IM-Netze nicht absichern, müssen mit 80 Prozent mehr Security-Zwischenfällen rechnen. Gartner identifiziert vier Hauptrisiken bei der IM-Unternehmenskommunikation: Nichtbeachtung von gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben wegen unzureichender Dokumentation der Kommunikation; unklare Verantwortlichkeiten wegen fehlender Dokumentation der Kommunikation; mangelhafte Verschlüsselung von vertraulichen Informationen; Missbrauch von IM-Systemen für Spiele etc. (mim)

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