Mehr Internet-Speed für Randregionen

9. Dezember 2011, 11:00
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Bund erhöht minimale Download-Rate auf 1000 Kbit/s. Swisscom muss diese Geschwindigkeit nun auch den Randregionen anbieten, sei es per Kupfer- oder Glasfaserkabel, oder auch per Mobilfunk oder Satellit.

Bund erhöht minimale Download-Rate auf 1000 Kbit/s. Swisscom muss diese Geschwindigkeit nun auch den Randregionen anbieten, sei es per Kupfer- oder Glasfaserkabel, oder auch per Mobilfunk oder Satellit.
Heute hat der Bundesrat beschlossen, dass die minimale Übertragungsrate für den Internetzugang in der Schweiz erhöht werden muss. Statt wie bisher eine Bandbreite von 600 Kbit/s (Downsload) soll ab dem 1. März 2012 schweizweit überall mindestens 1000 Kbit/s möglich sein. Die Untergrenze von 600 Kbit/s galt seit dem 1. Januar 2008. Der minimale Upload-Speed bleibt mit 100 Kbit/s gleich.
Dieser Entscheid hat Konsequenzen für den einzigen Schweizer Grundversorgungskonzessionär Swisscom, der nun in den nächsten Monaten Geld in den Ausbau der Infrastruktur investieren muss. Auf Anfrage von inside-it.ch konnte oder wollte Swisscom die anstehenden Ausgaben nicht quantifizieren. Der ehemalige Telekom-Monopolist weist darauf hin, dass Kunden schon heute auf 98 Prozent der Fläche einen Speed von mindestens 1000 Kbit/s erreichen, die restlichen 2 Prozent müsse man jetzt ausbauen. Die Grundversorgungskonzession definiert nicht, mit welcher Technologie diese Mindest-Download-Rate erreicht werden muss. Laut Swisscom könne die Lücke mit Kupfer, Glasfaser oder auch mit Mobilfunk oder gar Satellit geschlossen werden.
Der Bundesrat hat zudem die Preisobergrenze für einen Anschluss mit einer solchen minimalen Datenrate von 69 auf 55 Franken pro Monat (exkl. MwSt) gesenkt. Darüber hinaus will die Regierung einen besseren Schutz für jugendliche Mobilfunknutzer. Heute müssen Provider den Zugang zu Mehrwertdiensten mit erotischen oder pornografischen Inhalten sperren, wenn sie erfahren, dass die Nutzerin oder der Nutzer unter 16 Jahre alt ist. Ab 1. März 2012 müssen sich die Mobilfunkanbieter beim Vertragsabschluss oder Verkauf eines Gerätes aktiv nach dem Alter des Hauptnutzers erkundigen. (mim)

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