Mehr Lohn für Netzbauer

9. Januar 2020, 13:41
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Die Sozialpartner haben sich geeinigt: Individuelle Lohnerhöhungen und höhere Mindestlöhne für alle.

Die Sozialpartner der Netzinfrastruktur-Branche haben sich auf Lohnmassnahmen für 2020 geeinigt, wie sie mitteilen. Sowohl Netzelektrikerinnen und Netzelektriker mit EFZ als auch ungelernte Fachkräfte können sich auf individuelle Lohnerhöhungen freuen. Zudem wurden die Mindestlöhne angehoben.
Die Einigung erfolgte im Rahmen der zweiten Lohnverhandlungen seit der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) des Gesamtarbeitsvertrags der Branche. Am Tisch sassen zwei Arbeitgeberverbände, der Schweizer Netzinfrastrukturverband (SNiv) und die Vereinigung von Firmen für Freileitungs- und Kabelanlagen (VFFK), der Verband der Personalvertretungen (VPE) und die Gewerkschaften Syndicom, Transfair und Syna.
Für ungelernte Mitarbeitende gilt neu ein monatlicher Mindestlohn von 4200 Franken, der jährlich dreizehnmal ausbezahlt werden muss. Für Gelernte betragen die Mindestlöhne je nach Qualifikation und Fachrichtung neu zwischen 4450 und 6700 Franken. Ausserdem wird durch individuelle Lohnaufbesserungen die Gesamtlohnsumme per 1. Januar 2020 um 0,8 Prozent erhöht. Bis zu rund 4000 Angestellte werden von den Massnahmen profitieren.
Die Massnahmen, sagen die Sozialpartner in einer gemeinsamen Erklärung, seien entscheidend, um mit der ausländischen Konkurrenz mithalten zu können. Sie würden es den Unternehmen ermöglichen, den Wettbewerb vermehrt über das Kriterium der Qualität statt über die Arbeitsbedingungen auszuüben sowie einen wirksamen Schutz vor Lohndumping zu gewährleisten. Ausserdem würden die Lohnmassnahmen dabei helfen, Arbeitsbedingungen in der Branche zu stabilisieren und den verbindlichen Rahmen des Schutzes von Arbeitnehmenden zu erweitern.

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