Mehr Schäden wegen verlorenen Daten

29. Juli 2008, 14:36
  • security
  • sicherheit
  • politik & wirtschaft
  • iam
image

Datenklau und Angriffe durch Mitarbeitende rücken ins Zentrum des Interesses und verlangen vermehrt Investitionen in Identity Management, sagt CA

Datenklau und Angriffe durch Mitarbeitende rücken ins Zentrum des Interesses und verlangen vermehrt Investitionen in Identity Management, sagt CA.
Während sich die Schäden aufgrund von Angriffen auf IT-Infrastrukturen häufen, verändert sich die Natur der Angriffe. Dies zeigt eine Umfrage, die der US-Softwarehersteller CA nach 2003 und 2006 zum dritten Mal durchführen liess. Befragt wurden 500 IT-Sicherheitsbauftragte, CIOs oder CTOs von grossen US-Organisationen und -Firmen.
Stark gewachsen ist die Zahl der Fälle, bei denen vertrauliche Informationen wegen Angriffen und Sicherheitslöchern verloren gingen. 2006 berichteten noch 22 Prozent der grossen US-Organisationen von solchen Fällen, 2008 waren es schon über 34 Prozent.
Sicherheitsprobleme führen zu einer geringeren Kundenzufriedenheit (33 Prozent vs. 20 Prozent vor drei Jahren), zu Verlust von Produktivität und Vertrauen oder ganz einfach - wohl wegen der Einführung von neuer Security-Software und komplizierteren Login-Prozedere - zu Verärgerung.
Weniger Viren, mehr interne Sicherheitsprobleme
Übereinstimmend mit ähnlichen Untersuchungen steigt gemäss CA die Relevanz von Sicherheitslöchern "nach Innen" gegenüber Angriffen durch externe mittels Schadsoftware wie Viren. 44 Prozent der Befragten nannten interne Sicherheitsprobleme als wichtige Herausforderung der nächsten 12 Monate. 59 Prozent (Mehrfachnennung möglich) nannten Angriffe mit Schadsoftware als wichtige Herausforderung. 2006 waren es noch 68 Prozent gewesen. Auch Angriffe auf Netzwerke (40 Prozent statt 50 % vor drei Jahren) und DoS-Attacken (26 statt 40 %) werden als weniger gefährlich eingeschätzt.
Die grösser werdende Bedeutung von Gefahren wie der Diebstahl von Daten durch Mitarbeitende spiegelt sich in steigenden Investitionen in Lösungen für das Identitätsmanagement (IAM - Identity Access and Management), was natürlich einem Anbieter wie CA entgegen kommt. Fast alle (85 %) der befragten, grossen US-Organisationen haben bereits IAM-Lösungen im Einsatz. Und die meisten (75 %) wollen noch mehr in IAM-Lösungen investieren oder überhaupt erst Funktionalitäten für die sichere Identifizierung von Berechtigten einführen. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zurich Film Festival – Ticketverkauf dank flexibler Standortvernetzung.

Heute ist das Zurich Film Festival (ZFF) das grösste Herbstfilm-Festival im deutschsprachigen Raum und ein Sprungbrett zu den Oscars. 2005 fand es zum ersten Mal statt.

image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Wegen Daten-Spionage: Sammelklage gegen Meta

In einer Klageschrift gegen Meta heisst es, Apps von Instagram und Facebook würden Daten mittels eines JavaScript-Code auf Websites einspeisen.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022