Mehr Überwachungen angefordert

8. Februar 2013, 10:45
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2012 nahm vor allem die Fernmeldeüberwachung von E-Mails und Telefonaten zu.

2012 nahm die Fernmeldeüberwachung von E-Mails und Telefonaten zu.
Zur Aufklärung schwerer Straftaten haben die Schweizer Strafverfolgungsbehörden 2012 beim Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (Dienst Üpf) mehr Überwachungen angefordert als ein Jahr zuvor. Die Statistik, die der Dienst Üpf 2012 im Auftrag der Strafverfolgungsbehörden umgesetzt hat, zeigt, dass die Fernmeldeüberwachungen in Echtzeit, also das Mithören von Telefonaten oder Mitlesen von E-Mails durch die jeweiligen Strafverfolgungsbehörden, um 20 Prozent auf 3'233 Fälle zugenommen haben. Die Strafverfolgungsbehörden ordneten auch häufiger rückwirkende Fernmeldeüberwachungen an (+ 21 Prozent auf 6'960) und ersuchten um mehr technisch-administrative Auskünfte (+ 22 Prozent auf 4'775). Die Zahl der einfachen Auskünfte nahm um 15 Prozent auf 202'579 zu, die Postüberwachungen um 26 Prozent auf 30 zu.
Bei etwas mehr als einem Drittel der Fälle ging es um schwere Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, schreibt der Dienst Üpf in einer Medienmitteilung. Rund ein Drittel betrifft schwere Vermögensdelikte. Der Rest seien schwere Gewalt- und Sexualdelikte, Mitgliedschaft in kriminellen Organisationen, sowie Menschenhandel.
Rund 98 Prozent der Massnahmen wurden von den kantonalen Strafverfolgungsbehörden angeordnet, 2 Prozent von jenen des Bundes. (lvb)

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