Mehr Umsatz und Gewinn für Salt

27. Mai 2015, 10:27
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Der kürzlich von Orange Schweiz in Salt umbenannte Mobilfunkanbieter hat im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient.

Der kürzlich von Orange Schweiz in Salt umbenannte Mobilfunkanbieter hat im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient. Der Umsatz kletterte um 3,3 Prozent auf 319,3 Millionen Franken.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) verbesserte sich um 4,9 Prozent auf 87,8 Millionen Franken, wie Salt am Mittwoch bekannt gab. "Wir sind zufrieden mit den soliden Resultaten des ersten Quartals 2015", erklärte Salt-Chef Johan Andsjö im Communiqué.
"Vor dem Markenwechsel am 23. April haben wir unsere Verkaufsaktivitäten reduziert und konnten trotzdem unseren Gesamtumsatz und das bereinigte EBITDA steigern." Dieser nahm um 12,5 Prozent auf 104,6 Millionen Franken zu.
Die Steigerung ist allerdings einer Regeländerung im Rechnungslegungsstandard zu verdanken. Ohne diese wäre der bereinigte EBITDA um 3,2 Millionen auf 89,8 Millionen Franken geschrumpft. "Wir hatten mehr kommerzielle Aktivitäten als vor einem Jahr", sagte Andsjö im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'.
In diesem Resultat sind Kosten für die Marke Orange, Restrukturierungskosten und andere nicht wiederkehrende Aufwendungen ausgeschlossen. So musste Salt im letzten Quartal unter dem Namen Orange Schweiz 4,7 Millionen Franken für die Marke Orange an den Markenbesitzer France Télécom bezahlen.
Mehr Geräte verkauft
Die im vierten Quartal 2014 gewonnene Dynamik zeige weiterhin positive Trends insbesondere bei den Roamingangeboten und bei der Vermarktung der mittel- und hochwertigen Datenpakte bei Abschluss von neuen Abos, erklärte Andsjö.
Das Umsatzwachstum um 3,3 Prozent sei vorwiegend auf den gesteigerten Umsatz mit Geräten, namentlich dem iPhone 6, zurückzuführen. Seit vergangenen September können die Kunden die Geräte in Raten zahlen, was den Absatz nach oben treibt.
Zudem seien die gesenkten Roamingtarife populär gewesen, sagte Andsjö. Auch habe Salt die Anrufe in zehn europäische Ländern billiger gemacht. "Die Nachfrage war gut. Wir haben beispielsweise mehr Kunden, die in die Türkei anrufen."
Etwas mehr Kunden
Die Zahl der Kunden von Salt nahm um 0,9 Prozent auf 2,167 Millionen zu. Dabei wuchs die Zahl der Prepaid-Kunden schneller (+1,5 Prozent) als jene der Abo-Kunden (+0,4 Prozent).
Die Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Mobile Holdings vergrösserte den Verlust unter dem Strich von 9,1 Millionen auf 11,8 Millionen Franken. Nach dem Namenswechsel will Salt in den kommenden Monaten mit dem neuen französischen Besitzer Xavier Niel die zukünftige Strategie und den Geschäftsplan festzurren. Was das genau heisse, wollte Andsjö indes nicht sagen. (sda/mim)

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