Melani hält Operation Emmental für alten Käse

23. Juli 2014, 13:06
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Bund gibt Entwarnung, der E-Banking-Trojaner ist den Banken schon seit längerem bekannt.

Bund gibt Entwarnung, der E-Banking-Trojaner ist den Banken schon seit längerem bekannt.
Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) gibt Entwarnung. Cyber-Angriffe, die Trend-Micro "Operation Emmental" nennt, seien nicht so schlimm, wie das japanische Sicherheitsunternehmen berichtet. Melani sei diesbezüglich bereits seit November 2013 mit verschiedensten Partnern in der Schweiz und Europa in Kontakt.
Gemäss dem Trend-Micro-Bericht handle es sich bei Retefe, ein anderer Name der Cyber-Bedrohung, um einen Angriff auf die Bankeninfrastruktur. Melani weist aber darauf hin, dass Angriffe auf E-Banking-Applikationen meistens den Endbenutzern und nicht den Banken gelten. Die Sicherheitsmassnahmen bei Banken sind ungleich höher als jene bei den meisten Endbenutzern, weshalb es für die Angreifer wesentlich einfacher ist, die Geräte der Endkunden anzugreifen.
Melani gibt für Endnutzer die bekannten Empfehlungen:
Schweizer Banken fordern ihre Kunden niemals per Mail auf, Logindaten bekannt zu geben oder irgendwelche Apps auf dem Smartphone zu installieren.
Der Virenschutz sollte immer auf dem neusten Stand sein.
Die Firewall sollte aktiv und aktualisiert sein
Betriebssysteme und Web-Browserversionen sollten ebenfalls aktuell sein.
Verdächtige Mails ohne öffnen löschen und auch nicht auf verdächtige Links klicken.
Und schliesslich für Android-Nutzer: Installieren Sie nur Apps aus dem offiziellen Google Play Store. (csi)

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