Menschlicher Fehler zwingt AWS S3 in die Knie

3. März 2017, 10:22
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Amazon Web Services (AWS) hat publiziert, warum in beträchtlichen Teilen der USA am 28.

Amazon Web Services (AWS) hat publiziert, warum in beträchtlichen Teilen der USA am 28. Februar der AWS S3-Cloud-Speicher-Dienst mehrere Stunden lang down war.
Ein autorisierter Mitarbeiter habe beim Debuggen im S3-Abrechnungssystem einen Tippfehler gemacht, worauf viel mehr Server als geplant heruntergefahren seien. Dies wiederum löste eine Kettenreaktion aus. Offenbar war in der Folge auch das Wieder-hoch-fahren nicht ganz so einfach und schnell.
Amazon schreibt im Report, man habe einen Weg gefunden, um solche Ausfälle künftig zu vermeiden.
S3 (Simple Storage Service) ist das skalierbare Cloud-Speicher-Angebot von Amazon. Betroffen waren in der Northern Virginia-Region (US-EAST-1) diverse Services, Websites, aber offenbar auch Thermostat-Apps seien down gewesen, ebenso einzelne Services von Amazon selbst. US-EAST-1 ist eine von 14 Regionen und die älteste. Sie liegt an der US-Ostküste günstig und ist auch aus preislichen Gründen speziell attraktiv.
'The Register' schreibt basierend auf Aussagen der Analytics-Firma Cyence S&P 500-Firmen hätten durch den Ausfall etwa 150 Millionen Dollar verloren und Finanzdienstleister weitere 160 Millionen.
Sieht man sich die Reports von Microsofts Azure-Plattform an, so notiert 'Techcrunch', dass auch beim AWS-Konkurrent in den USA am 19. Februar ein fünfstündiger Ausfall zu verzeichnen war.
Die Lehren daraus? Alle Fachleute sind sich einig: Die Abhängigkeit von funktionierenden Cloud-Services wächst, Ausfälle kosten Geld und wird es immer wieder geben. Entsprechend seien redundante Systeme nicht nur On-Premise Pflicht, sondern auch in der Cloud. (mag)

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