Messerwetzen im Streit zwischen EU und Microsoft

11. Juli 2006, 16:04
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Morgen entscheidet die EU-Kommission (Exekutive) über die rückwirkende tägliche Busse, die sie gegen Microsoft verhängen will.

Morgen entscheidet die EU-Kommission (Exekutive) über die rückwirkende tägliche Busse, die sie gegen Microsoft verhängen will. Die EU Wettbewerbsbehörde hatte von Microsoft verlangt, gewisse Informationen zu den Server-Produkten der Konkurrenz offenzulegen - Microsoft hat das in den Augen der EU nicht genügend getan.
Nun legen die europäischen Behörden einen Zacken zu. An einer Sitzung mit den nationalen Wettbewerbshütern habe man beschlossen, dass Bussgeld auf bis zu drei Millionen Euro täglich zu erhöhen, wenn Microsoft auch in Zukunft die Unterlagen nicht zur Zufriedenheit der EU ausliefert. Das kann dann selbst für Microsoft ein bisschen teuer werden.
Interessanterweise schreit man in den USA nicht nur gegen die böse EU auf, sondern es gibt auch Stimmen, die ein härteres Vorgehen der dortigen Antitrust-Behörden gegen Microsoft verlangen. (hc)

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