Microsoft beerdigt Enterprise Agreements

2. Februar 2016 um 16:13
  • rechenzentrum
  • microsoft
image

Ab Sommer wird die Untergrenze für EAs angehoben; später werden die EAs ganz abgeschafft.

Ab Sommer wird die Untergrenze für EAs angehoben; später werden die EAs ganz abgeschafft.
Über kurz oder lang wird Microsoft keine Enterprise Agreements (Grosskundenlizenzen) mehr anbieten. Dies hat das Unternehmen gegenüber dem britischen Branchenmagazin 'The Channel' bestätigt.
In einem ersten Schritt hebt das Unternehmen das Einstiegsminimum. Ab dem 1. Juli 2016 kann ein Enterprise Agreement (EA) nur noch ab mindestens 500 Nutzern beziehungsweise Geräten abgeschlossen werden, statt bis anhin ab 250. Bestandskunden mit weniger als 500 Nutzer können ihr laufendes EA unter den bisherigen Konditionen einmalig um 36 Monate verlängern, heisst es auf der Microsoft-Homepage. Für Behörden aber soll sich demnach vorerst nichts ändern.
Was das Unternehmen auch auf Anfrage von inside-it.ch noch nicht bekannt gab, ist, wann es auch für Unternehmen mit mehr als 500 Nutzern keine EAs mehr geben wird respektive wann die EAs vollständig verschwinden werden. Dass sie abgeschafft werden, ist jedoch sicher: "Unser Ziel ist es, alle unsere Kunden auf die moderne Plattform zu bringen", sagt Microsoft-Mann Mark Nowlan gegenüber 'The Channel'. Microsoft hat vor rund zwei Jahren mit dem Products & Services Agreement (MPSA) ein neues Modell für den Lizenzeinkauf eingeführt. Damit sollte der Lizenzkauf für Online-Angebote, lokaler Software und somit auch hybrider Modelle vereinfacht werden. Insbesondere, so Microsoft weiter, für kleinere Unternehmen ist die Abwicklung der EAs sehr komplex - das Vertragswerk ist 70 dick. Bei den MPSA sind es noch zehn. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Die bewegte Geschichte der Thurgauer Kantons-Rechenzentren

Die Thurgauer Kantonalbank will das RZ des Amts für Informatik nicht mehr beherbergen. Es zieht an einen altbekannten Ort.

publiziert am 21.8.2023
image

Bedag holt Leihpersonal für über 15 Millionen Franken

Der kantonseigene Berner IT-Dienstleister findet aber nicht alle benötigten Fachkräfte. Für Unterstützung im Bereich IT-Security ist kein Angebot eingegangen.

publiziert am 18.8.2023
image

Neuer Schweiz-Chef für RZ-Spezialist NorthC

Patrik Hofer hat am 1. August 2023 die Leitung von NorthC in der Schweiz übernommen. Er kommt vom Konkurrenten Green.

publiziert am 16.8.2023
image

Kritik an Microsofts Securitypraxis reisst nicht ab

Wiederholte "Vernebelung" und Verzögerungen bei Microsoft moniert der Chef von Tenable. Seine Firma hat nach dem entwendeten Signaturschlüssel eine kritische Lücke entdeckt.

publiziert am 4.8.2023