Microsoft bleibt unangefochtener PC-König

26. Oktober 2007, 08:44
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Vista und Office 2007 bringens doch: Umsatz und Gewinnsprung für Microsoft.

Vista und Office 2007 bringens doch: Umsatz und Gewinnsprung für Microsoft.
Weder die Anstrengungen der verschiedenen Konkurrenten von Google über die Open Source-Szene bis zu IBM noch die eher lauwarme Reaktion der User auf das neue Windows-Betriebssystem Vista und die Bürosoftware Office 2007 und konnten Microsofts Vorherrschaft im PC-Softwarebereich bisher ankratzen. Microsoft hat im dritten Quartal vor allem in diesem traditionellen Kerngeschäft sogar stark zugelegt und so sein bisher grösstes Quartalswachstum seit 1999 hingelegt. Das wurde auch von der Börse enthusiastisch aufgenommen: Durch den Kursanstieg der Microsoft-Aktien um mehr als 10 Prozent im nachbörslichen Handel ist der Softwareriese gemäss 'Wall Street Journa' seit gestern Nacht 30 Milliarden Dollar mehr wert, als ein paar Stunden zuvor.
Insgesamt stieg Microsoft Quartalsumsatz im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2008 verglichen mit dem entsprechenden Quartal des letzten Jahres um 27 Prozent auf 13,76 Milliarden Dollar, und der Reingewinn um 23 Prozent auf 4,29 Milliarden Dollar.
Wie erwähnt war dafür vor allem das boomende Geschäft mit PC-Software verantwortlich. Der Umsatz im Segment "Client" (hauptsächlich Vista und XP) stieg um 25 Prozent auf 4,14 Milliarden Dollar. Für die "Microsoft Business Division", in welcher Office den Löwenanteil des Umsatzes ausmacht, stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 4,11 Milliarden Dollar. Wie immer konnten diese beiden Abteilungen auch den grössten Teil ihres Umsatzes als operativen Gewinn verbuchen: Bei der Microsoft Business Division, zu der auch das bisher wenig gewinnträchtige Geschäft mit der "Dynamics"-Business-Software zählt, betrug die Gewinnmarge 66 Prozent, in der Client-Abteilung sogar 81 Prozent.
Im Bereich Serversoftware stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Mit "nur" 33 Prozent Gewinnmarge ist dieser Bereich aber noch etwas weniger gewinnträchtig.
Einen grossen Beitrag zum Quartalserfolg leistete dafür auch die "Entertainment and Devices"-Division (Hauptsächlich Xbox). Diese konnte ihren Umsatz fast verdoppeln, auf 1,93 Milliarden Dollar, und erzielte einen Gewinn von 165 Millionen Dollar, während vor einem Jahr noch 142 Millionen Dollar Verlust verbucht werden mussten.
Ein wunder Punkt bei Microsoft bleibt allerdings der Bereich der Internet-Services und der Online-Werbung, in dem Microsoft gegenüber den Hauptkonkurrenten Google und Yahoo weiterhin weit zurück liegt. Im Segment "Online Services Business" stieg zwar der Quartalsumsatz um 25 Prozent auf 671 Millionen Dollar, gleichzeitig stieg aber auch der Verlust von 102 Millionen Dollar auf nunmehr 264 Millionen Dollar. (Hans Jörg Maron)

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