Microsoft bringt den "Surface" Tisch-Computer für jedermann

5. Februar 2008, 14:49
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''iPhone'-ähnliche Bedienung. Nur grösser und schöner.

''iPhone'-ähnliche Bedienung. Nur grösser und schöner.
Wer einmal mit dem "Surface"-Computer von Microsoft spielen durfte, will nicht mehr so rasch aufhören. "Surface" ist ein Computer, dessen einziges Interface ein sehr schön auflösender, grosser, auf einen Tisch montierter Bildschirm ist. Dieser reagiert auf Berühungen, ist aber kein Touch-Screen, sondern benützt Kameras als Sensoren. Man kann auf dem "Tisch" malen, Fotos oder Filme anschauen und natürlich im Netz der Netze navigieren. Recht gute Fotos des "Computer-Tischs", gibt es im Blog unseres Kollegen Peter Wolf.
"Surface" hat Features, die demjenigen des Touchscreens des iPhones ähneln. Man kann beispielsweise Fotos vergrössern, indem man sie mit den Fingern "auseinanderzieht". Der 30-Inch-Bildschirm kann aber noch mehr. So kann er Produkte erkennen, wenn sie mit einem bestimmten Tag ausgerüstet sind. Theoretisch müsste man also beispielsweise ein Mobiltelefon nur auf "Surface" legen, um die Synchronisation der Daten zu starten.
Bisher hat Microsoft das Gerät nur an spezielle Firmenkunden verkauft, beispielsweise an Hotels und Spielkasinos, die damit virtuelle "Concierges" einrichteten. Ein "Surface"-ähnliches Produkt für jedermann wurde von Microsoft bisher zwar nicht ausgeschlossen, aber in die ferne Zukunft verschoben.
Gestern sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer an einer Veranstaltung für Bankanalysten in New York, seine Firma werde die Entwicklung eines "Surface"-ähnlichen Computers für Consumer beschleunigen. Er gab zwar keinen konkreten Zeitplan bekannt ("Wir folgen unserer Nase"), sprach aber davon, dass man in Redmond eine stärker werdende Nachfrage aus dem Consumer-Markt verspüre.
"Surface" ist interessant, weil Microsoft für einmal nicht Technologie, die von anderen Firmen entwickelt wurde, einfach besser vermarktet, sondern sich selbst in technologisches Neuland wagt. Ausserdem ist das Benützererlebnis bei "Surface" wirklich spannend, wie wir selbst ausprobieren konnten. (Christoph Hugenschmidt)

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