Microsoft entwickelt SQL Server für Linux

8. März 2016, 10:57
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SQL Server 2016 unterstützt ausserdem In-Memory-Computing und bringt ganz neue Verschlüsselungsmöglichkeiten.

SQL Server 2016 unterstützt ausserdem In-Memory-Computing und bringt ganz neue Verschlüsselungsmöglichkeiten.
Am kommenden Donnerstag will Microsoft an der Konferenz "Data Driven" Details zur nächsten Version seiner Datenbank, dem SQL Server 2016, bekannt geben. Der Microsoft-Mann Scott Guthrie hat aber bereits gestern Abend in einem Blogeintrag eine kurze Vorschau auf die wichtigsten Neuerungen gegeben. Diese enthält vor allem eine Überraschung: Microsoft plant erstmals auch eine Version von SQL Server für Linux. SQL Server 2016 für Windows soll noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen, SQL Server 2016 für Linux im nächsten Jahr.
Ob die Linux-Version genau die gleichen Funktionen aufweisen wird, wie die Windows-Version, lässt Guthrie noch offen. Er verspricht aber, dass man SQL Server in Zukunft auf allen Plattformen "konsistent" werde nützen können, sei es auf Linux oder Windows und in eigenen Rechenzentrum oder der Cloud. Eine Preview-Version der Linux-Ausgabe, welche die Kern-Funktionalitäten beinhaltet, steht Interessierten laut Guthrie ab sofort zur Verfügung.
Durchgehende Verschlüsselung, In-Memory für alles
Zu den wichtigsten weiteren Änderungen gehören, so Guthrie, "bahnbrechende" neue Verschlüsselungsmechanismen. Diese würden es ermögllichen, Daten kontinuierlich zu verschlüsseln, nicht nur wenn sie gespeichert sind, sondern auch während des Transfers oder wenn sie sich im RAM-Speicher befinden.
A propos Speicher: Mit SQL Server 2016 stürzt sich auch Microsoft nun voll ins Zeitalter des In-Memory-Computing. SQL Server soll In-Memory-Computing für alle möglichen Workloads unterstützen. Dies soll riesige Performance-Steigerungen ermöglichen - Guthrie spricht von 30 bis 100 Mal höherer Leistung.
Bereits praxiserprobt
SQL Server 2016 ist zwar ein neues Produkt, aber gemäss Guthrie auch bereits robust und "kampfgestählt" in der Produktion. Microsoft habe nämlich schon seit einem Jahr die Codebasis von SQL Server 2016 für Datenbankservices im Rahmen seines Platform-as-a-Service-Angebots Azure eingesetzt und mehr als 1,4 Millionen SQL-Datenbanken in der Cloud darauf laufen lassen. (hjm)

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