Microsoft-Experimente im Heimkundenmarkt

21. April 2008, 08:58
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Microsoft Office im Abo, Works werbefinanziert.

Microsoft Office im Abo, Works werbefinanziert.
Microsoft testet neue Vertriebsarten für seine Bürosoftware für Heimanwender. Am Freitag hat der Softwareriese unter dem Codenamen "Albany" einen eingeschränkten Betatest für ein Produktebündel mit der Office-Version "Home and Student", der Security-Suite Windows "Live OneCare" sowie einigen Gratis-Programmen und Services von Microsoft (Live Mail, Messenger, Photo Gallery, Live Workspace) gestartet. Das ganze Softwarepaket kann von den Anwendern in einem Arbeitsschritt installiert werden und soll, wenn es offiziell auf den Markt kommt, im Abonnement bezahlt werden.
Das Abonnement wird ähnlich funktionieren wie die "Software Assurance" für Unternehmen: Der Anwender erhält, so lange das Abo aktiv ist, alle Updates und auch neuen Softwareversionen - inklusive vor allem der nächsten Office-Version – ohne Zusatzkosten. Die Software kann aber nur benutzt werden, solange das Abo bezahlt ist.
Darüber, wann, auf welchen Märkten, zu welchem Preis und über welche Vertriebswege "Albany" lanciert werden wird, äusserte sich Microsoft offiziell noch nicht. Es ist aber anzunehmen, dass das Office-Abo zumindest in den USA auf den Markt gebracht werden wird.
Auch für die Billig-Bürosuite Works testet Microsoft eine neue Vetriebsform, wie Microsoft-Vetreter gegenüber US-Medien bestätigten. Microsoft hat schon seit Jahren mit der Idee gespielt, Software über Werbung zu finanzieren. Nun testet der Softwareriese die Works-Version "SE" (Sponsored Edition) in den USA. Grossbritanien, Kanada, Frankreich und Polen. Works SE blendet bei der Benützung kontinuierlich ein Werbebanner ein. Dabei handelt es sich vorerst vor allem um Microsoft-Eigenwerbung, es soll aber auch Werbung von Drittfirmen dazukommen. Die Banner werden über das Internet aktualisiert.
Die SE-Version von Works wird nur vorinstalliert auf neuen PCs vertrieben. PC-Hersteller erhalten sie gratis. Allerdings zahlen die Hersteller gemäss 'News.com' auch für die herkömmlichen Works-Versionen normalerweise nur einen bis zwei Dollar. Die Einsparungen für sie und damit die Auswirkungen auf den Gerätepreis sind also minim. (hjm)

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