Microsoft für Demokratie und/oder virtuellen Pluralismus?

31. August 2017, 14:55
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Einige grosse Hardware-Produzenten haben ihre Versionen der Headsets für "Windows Mixed Reality" präsentiert.

Einige grosse Hardware-Produzenten haben ihre Versionen der Headsets für "Windows Mixed Reality" präsentiert.
Microsoft und Partner wollen die virtuelle Realität demokratisieren. Das zumindest versprechen die Redmonder in einem Blogbeitrag. Sie verweisen dabei darauf, dass sie mit grossen Hardware-Produzenten zusammenarbeiten und zu diesem Zweck Windows Mixed Reality als Plattform geschaffen hätten.
Man muss wohl zwei Sachen präzisieren beziehungsweise zurechtrücken: Zum einen ist Demokratisierung etwas gar hochtrabend, da es schlicht und einfach um Partnerschaften mit Asus, Dell, HP, Acer und Lenovo geht. Zum anderen handelt es sich bei den sogenannten Windows-Mixed-Reality-Brillen laut Testberichten weder um Mixed- noch um Augmented-Reality-Geräte sondern erstmal um Virtual-Reality-Headsets – wenn gleich an der Vorderseite Kameras montiert sind, die eine Integration der realen Umgebung künftig ermöglichen könnten.
Tester zeigen sich zufrieden
'Heise' hat einige der Geräte im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin bereits getestet und zeigt sich verhalten begeistert: Man müsse die Geräte lediglich per HDMI und USB an einen Windows-Rechner anschliessen und brauche im Gegensatz zur Konkurrenz keine externen Tracker oder Kameras. Der Tracking-Bereich der eingebauten Sensoren sei gross und die Probeläufe hätten erstaunlich gute Resultate zu Tage gefördert.
Laut Tester von 'Heise' sind die Geräte nach ersten Erkenntnissen technisch identisch. Die Geräte der grossen Hersteller richten sich offenbar an einem Referenzdesign aus: Alle haben an der Vorderseite zwei Tracking-Kameras. In allen wurden zwei quadratische 1440-Pixel-Displays verbaut, zudem haben sie eine Bildwiederholungsfrequenz von 90 Herz. Die Brillen sind ähnlich leicht: Um die 400 Gramm sollen sie auf die Waage bringen.
Die getesteten Brillen seien allesamt angenehm zu tragen. Wer aus der virtuellen Realität entfliehen will, muss die Headsets nicht vom Kopf nehmen, sondern kann die Brille einfach hochklappen.
Es soll für die User der Headsets von Anfang an beträchtlicher Content zur Verfügung stehen. So zeigt sich Microsoft im Blogbeitrag etwa erfreut, dass der VR-Content auf Steam mit den neuen Brillen kompatibel ist.
Abweichungen gibt es im Preis: Das Gerät von Asus soll rund 449 Euro (rund 380 Dollar) kosten, während Dell sein "Visor" genanntes VR-Headset für 350 Dollar anbieten will. HP kassiert für seine Version 329 Dollar ein, Acer ist mit 299 Dollar der günstigste Anbieter. Lenovo hat für seine Version der VR-Brille den Namen "Mirage" beantragt. Diese soll voraussichtlich um die 300 Dollar kosten. (ts)

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