Microsoft geht härter gegen Gebraucht-Software vor

11. August 2008, 17:24
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Microsoft Deutschland hat bestimmte Produktschlüssel aus Volumenlizenzen gesperrt.

Microsoft Deutschland hat bestimmte Produktschlüssel aus Volumenlizenzen gesperrt. Es handle sich um eine urheberrechtswidrige Nutzung der Lizenzen, da verschiedene Unternehmen die gleichen Produktschlüssel benützt hätten. Es handelt sich allesamt um Volumenlizenzen, die "gebraucht" gekauft wurden, ohne dass Microsoft sein Einverständnis gegeben hat.
Zwischen Microsoft und anderen Software-Herstellern und spezialisierten Händlern von Gebraucht-Software tobt in Deutschland seit Jahren ein Rechtsstreit, der noch nicht abschliessend beurteilt wurde und es gibt widersprüchliche Urteile von Gerichten in verschiedenen Bundesländern.
Während sich Microsoft auf den Standpunkt stellt, dass ein Kunde das Nutzungsrecht an Software nicht ohne sein Einverständnis weiterverkaufen darf, sehen das die Händler von "Occasions-Software" natürlich anders. Die Mitteilung von Microsoft, dass man bestimmte Produkteschlüssel gesperrt habe, sei "der schamlose Versuch des Software-Monopolisten, die Software-Nutzer unter Verdrehung von Tatsachen einzuschüchtern", erklärt Peter Schneider, Geschäftsführer des Gebraucht-Software-Händlers usedSoft in einer Pressemitteilung.
Unklar ist, welche Auswirkungen die "Sperrung von Produktschlüsseln" durch Microsoft haben kann. (hc)

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